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Radarfalle schnappt immer seltener zu

23.09.2008 | 17:49 Uhr

13 Monate stehen die stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen nun schon auf der B224 zwischen Horster Straße und Prosperstraße. Doch die Radarfallen schnappen bei den erlaubten 70 km/h auf der B 224 immer seltener zu. Dies bestätigen die Fallzahlen des Straßenverkehrsamtes.

„Das Volumen zeigt, dass sich der Aufbau gelohnt hat”, zieht Marianne Ortmann, Abteilungsleiterin für Verkehrsordnungswidrigkeiten beim Straßenverkehrsamt, eine Bilanz. Bereits in den ersten drei Monaten nach Inbetriebnahme der Messanlagen im August 2007 sind die Geschwindigkeitsüberschreitungen gesunken. In Richtung Gladbeck reduzierten sich in diesem Zeitraum die Überschreitungen von elf auf 6,6 im Stundendurchschnitt, in Richtung Essen von zehn auf 5,7.

Und der sinkende Trend setzte sich fort. „Von Januar bis heute sind die Fallzahlen deutlich zurückgegangen. In beiden Fahrtrichtungen zählen wir im Durchschnitt drei Fälle pro Stunde”, berichtet Ortmann. Aber das sei nicht anders zu erwarten gewesen. „Die Fahrer, die die Anlage kennen, haben ihr Verhalten geändert. Die Leute fahren langsamer”, weiß Marianne Ortmann. So werden auch mutmaßliche Raser gebremst.

Ein Phänomen ist trotz der Installation der Messanlagen erhalten geblieben: Nämlich jenes, dass die Temposünder in Richtung Gladbeck immer schneller unterwegs waren, als die in Richtung Essen. „Dafür habe ich aber keine Erklärung”, sagt Ortmann.

Ein Geschwindigkeitsrekord ist in den vergangenen Monaten dennoch gebrochen worden. Im Herbst 2007 wurde ein Autofahrer in Richtung Gladbeck mit 174 km/h geblitzt, in diesem Jahr brachte es ein Motorradfahrer auf über 200 Stundenkilometer.

Auf weitere Geschwindigkeitskontrollen an dieser Stelle mit ihren beiden mobilen Radarfallen verzichtet die Stadt allerdings. „Seitdem dort die stationären Messanlagen stehen, messen wir mobil gar nicht mehr. Das hat sich bisher so nicht ergeben”, erklärt Marianne Ortmann. Mit ihren „Radarautos” konzentriert sich die Stadt hauptsächlich auf schutzwürdige Bereiche, nicht auf Unfallschwerpunkte.

Anders als die Stadt könnte die Polizei auf der B 224 im Bereich der stationären Anlagen weitere mobile Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Grund: Die Polizei ist nicht so streng an das Ordnungsbehördengesetz gebunden wie die Kommunen.

Rulof Albert

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Kommentare
29.09.2008
15:41
Radarfalle schnappt immer seltener zu
von N.N. | #1

Jedoch sollte auch beachtet werden, dass der Verkehr in Richtung Essen fahrend jeweils montags - freitags in der Zeit von ca. 07:00 - 08:30 Uhr gerne den Weg über die Welheimer Str., Flöttestr., Am Kämpchen und die Prosperstraße Richtung Essen benutzt, um den Stau zu umgehen. Es ist teilweise nicht möglich, die Straße als Fußgänger zu überqueren bzw. aus der Hauseinfahrt auf die Straße abzubiegen. Zum größten Teil wird auch die Tempo-30-Zone außer acht gelassen. Insbesondere die Busse halten sich nicht gerade vorbildlich an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Mann merkt es vor allem daran, dass die Gläser im Schrank klirren.

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