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Prominenz im Lichthof

25.06.2008 | 16:52 Uhr
Prominenz im Lichthof

Die Berliner Symphoniker geben am 14. Februar 2009 ein Konzert in der Berufsschule. Musikalischer Höhepunkt der Spielzeit 2008 / 09. Das neue Programm im Überblick

Wie lässt sich „Tannöd”, das beklemmende und sehr erfolgreiche Kriminalroman-Debut von Andrea Schenkel, als Schauspiel auf der Bühne umsetzen?  Wem verdanken die Freunde klassischer Musik das Konzert der Berliner Symphoniker im Lichthof des Berufskollegs? Spannende Fragen wie diese stellen sich ein beim Blättern im Theater- und Konzertprogramm der Spielzeit 2008 / 09.

  Der bekannte Schauspieler Claude-Olivier Rudolph spielt die Hauptrolle im Drama „La Strada”, das Federico Fellini vor Jahrzehnten mit großem Erfolg verfilmte. „Endlich frei - die Nelson Mandela Story” ist wegen wegen der technischen Anforderungen im Albers-Gymnasium nicht leicht umzusetzen; Hauptdarsteller Ron Williams war in Bottrop bereits mit dem Martin-Luther-King-Stück „I had a dream” zu sehen.  „Tannöd” markiert am 14. Mai 2009 den Schlusspunkt der Reihe A. Die Komödienreihe B bringt dem Publikum ein Wiedersehen mit Schauspielern wie Volker Lechtenbrink („Geisterkomödie”), Thomas Fritsch („Sextett”) und Gunnar Möller („Schlussbilanz”).

 Die Kabarett-Reihe zieht - wie berichtet - ins Jugendkombihaus in der Boy um, das sich als Spielort etablieren soll. Für die erste Saison bietet das Kulturamt prominente Namen auf: Neben Hagen Rether, Richard Rogler, Jochen Busse und Henning Venske ist auch Heinrich Pachl in Bottrop zu hören, Träger des Deutschen Kabarettpreises 2006.

 Jeweils drei Vorstellungen stehen  für Kinder und Jugendliche auf dem Programm. Die Vorlagen verfassten unter anderem Michael Ende, Cornelia Funke und Wilhelm Busch: Die Kleine Oper Bad Homburg, gern gesehener Gast in unserer Stadt, will  neue Streiche von Max und Moritz entdeckt haben. In „Jupiter 13” findet sich das Publikum in der Rolle einer Raumschiffbesatzung wieder.

 „Theater mobil ist ein Renner”, stellt stellv. Kulturamtsleiter Gerd Heinemann fest: 14 Vorstellungen in Kindergärten und Grundschulen sind geplant. An die weiterführenden Schulen und vor allem an die Abiturjahrgänge richtet sich die Aufführung von Friedrich Schillers „Don Carlos”.

 Neu im Programm: Der KinderKlassikClub. Jungen und Mädchen, die Spaß an der Musik haben, erhalten für 9 Euro einen Ausweis und erleben mit einem Begleiter drei Aufführungen mit klassischer Musik.

 Unter dem Titel „Sonderveranstaltungen” sind unter anderem ein Erzählkonzert für Kinder, ein Chansonabend mit Maegie Koreen und zwei lange Kabarettnächte im Jugendkombihaus zusammengefaßt.

 Das Theo Jörgensmann Bottrop Sextet gibt ein Konzert, das Roland-Miosga Quartett spielt Jazz-Improvisationen. Der städtische Musikverein unter Leitung von Friedrich Storfinger lädt im November sowie im Mai  zu Chorkonzerten, aus Salzburg reisen die Kammer Solisten mit Melodien von Vivaldi und Piazzolla an, das Mandelring-Quartett ist mit Kompositionen von Smetana und Janacek zu hören.

 Bleibt noch die Frage zu klären, wie es gelingen konnte, die Berliner Symphoniker in unsere Stadt zu holen. Die Antwort: Ein Bottroper Sponsor, der unbekannt bleiben will,  hat für das Hörerlebnis mit dem hochkarätigen Orchester in die Tasche gegriffen.

Marie-Luise Schmand

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