Prof. Dr. Menzel nimmt in Bottrop Abschied von der HRW

Prof. Dr. Eberhard Menzel (links) nimmt Abschied von der Hochschule Ruhr West. Zur Abschiedsfeier am Mittwoch kamen auch (v.l.) Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Nachfolgerin Prof. Dr. Gudrun Stockmanns und Kanzler Helmut Köstermenke.
Prof. Dr. Eberhard Menzel (links) nimmt Abschied von der Hochschule Ruhr West. Zur Abschiedsfeier am Mittwoch kamen auch (v.l.) Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Nachfolgerin Prof. Dr. Gudrun Stockmanns und Kanzler Helmut Köstermenke.
Foto: Michael Korte
Der Gründungspräsident der HRW, Prof. Dr. Eberhard Menzel, geht in den Ruhestand. Am Mittwoch gab es eine Abschiedsfeier auf dem Campus Bottrop.

Bottrop..  Die Überraschung war gelungen: Bevor überhaupt ein Redner ans Mikrofon treten konnte, marschierten die „Ruhrpott-Pipers“ ein und spielten auf ihren Dudelsäcken auch eine ganz ausgefallene Version des Steigerliedes. Eine besondere Freude für Prof. Dr. Eberhard Menzel, den bekennenden Schottland-Fan, der gestern aus seinem Amt als Gründungspräsident der Hochschule Ruhr West (HRW) verabschiedet wurde. Großer Bahnhof auf dem Campus Bottrop.

Gleich in der ersten Reihe konnte Menzel Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung sowie die beiden Oberbürgermeister von Bottrop und Mülheim, Bernd Tischler und Dagmar Mühlenfeld, begrüßen. Viele Kollegen waren da, Gäste aus Politik und Wirtschaft, Studenten. Menzel erinnerte an die Gründungsjahre der Hochschule, an die vielfältige Unterstützung von vielen Seiten. „Wir sind auf einer Welle der Zustimmung geschwommen“, erinnerte er an den Start in einem Mülheimer Keller.

3500 Studenten

Der Campus in Bottrop – „ein tolles Gebäude“ – steht, der in Mülheim soll in einem Jahr eröffnet werden. 255 Stellen gibt es an der HRW und schon rund 3500 Studierende in 17 Bachelor- und fünf Masterstudiengängen. 4500 Studierende sind das erklärte Ziel der Hochschule, so der Gründungspräsident.

Über den „Sechser im Lotto“ (OB Tischler) und den „wahr gewordenen Traum“ (OB Mühlenfeld) freuten sich Redner oder betonten das „stets offene Ohr“ (Helmut Köstermenke, HRW Kanzler) des scheidenden Präsidenten. Ministerin Schulze lobte, dass die HRW früh die Bedeutung der MINT-Fächer und der Nachwuchsförderung erkannt habe. Sie dankte dem Professor für seinen „großartigen Einsatz“ und freute sich, dass der Nachwuchs sein Thema bleibe.

Pläne für die Zukunft

Menzel kündigte nämlich „Eberhards Bastelstube“ in seinem Keller an, um hier 13-, 14-Jährige fürs Basteln an Elektronik und Motorrädern zu begeistern. Auch sonst wird der bald 66-Jährige seine Hände nicht in den Schoss legen, sondern sich u.a. in seiner Firma MSS Elektronik GmbH in Fröndenberg um Elektronikentwicklung kümmern.

Seine Nachfolgerin, Prof. Dr. Gudrun Stockmanns, konnte gestern aus der Hand der Ministerin ihre Ernennungsurkunde entgegen nehmen. Am 1. Mai ist ihr offizieller Antrittstermin. „Sie haben mir ihre Hochschule auf dem Silbertablett serviert“, dankte sie Menzel für seine Unterstützung seit Jahresanfang. Ihr vordringliches Ziel sei, so die 49-Jährige, die HRW als „moderne Hochschule in der Region und für die Region zu etablieren“.