Pro-Markt-Gebäude bleibt leer

Alles andere als ein Schmuckstück: Das verlassene Pro-Markt-Ladenlokal an der Hauptverkehrsachse.
Alles andere als ein Schmuckstück: Das verlassene Pro-Markt-Ladenlokal an der Hauptverkehrsachse.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Seit die Rewe-Gruppe ihre Elektronikkette aufgegeben hat, tut sich im Komplex an der Friedrich-Ebert-Straße nichts. Mietvertrag bis Jahresende.

Bottrop..  Vor fast zwei Jahren machte die Elektronik-Kette Pro Markt dicht. Die Rewe-Gruppe, zu der dieser Anbieter gehörte, hatte die Marke aufgegeben. Einige Filialen gingen an andere Betreiber, viele wurden komplett geschlossen, darunter auch die Bottroper an der Friedrich-Ebert-Straße. Seitdem steht das Gebäude leer – zum Ärger vieler Bottroper, die sich wünschen, dass sich dieses prominente Quartier vorteilhaft entwickelt.

Keine Untervermietung

Das Gebäude gehört nicht Rewe, sondern einem ausländischen Immobilien-Fonds. Nach WAZ-Informationen besitzt Rewe noch einen Mietvertrag, der erst Ende dieses Jahres ausläuft. Das bestätigte Rewe-Sprecher Andreas Krämer: „Leider konnten wir trotz intensiver Bemühungen keine einvernehmliche Lösung finden. Es gelang nicht, einen Kontakt zu dem Eigentümer-Fonds herzustellen.“

Mit Ablauf des Mietvertrags am 31. Dezember werde Rewe den Standort zurückgeben. Den Leerstand erklärt Krämer mit der verhältnismäßig kurzen Restlaufzeit, durch die „eine Untervermietung nicht zustande kam“.

Obwohl das Gebäude ungenutzt ist, profitiert sein Besitzer bis zum Ende des Jahres noch von den vereinbarten Mietzahlungen. Die übersteigen möglicherweise sogar die Einnahmen, die bei einer Neuvermietung erzielt werden könnten. Ob die gegenwärtige Leerstandsphase zur Akquisition eines Nachmieters genutzt wird, bleibt unklar.

Bis zum Jahresende obliegt der Rewe-Gruppe die Verkehrssicherungspflicht für das Gebäude. Rewe muss sicherstellen, dass von dem Flachbau keine Gefahr ausgeht, etwa für Passanten. Daher wurde eine Firma beauftragt, „die regelmäßig das Objekt besucht“. Einigen WAZ-Lesern war schon aufgefallen, dass in dem Laden Licht brennt. Krämer geht davon aus, dass es bei Überprüfungen angeschaltet und dann nicht wieder ausgeschaltet wurde. Man werde sich darum kümmern.

Auch im Rathaus ist unbekannt, was der Eigentümer mit seiner Immobilie vorhat. Die Verwaltung halte keinen direkten Kontakt zu der Fondsgesellschaft, so Stadtsprecher Andreas Pläsken. Allerdings gebe es einen Ansprechpartner, der für die Vermarktung zuständig sei. Seitens des Wirtschaftsförderung seien schon mehrfach Interessenten an diese Person weitergeleitet worden. Doch Rückmeldungen über irgendwelche Ergebnisse habe man nicht erhalten.