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Prinenpaar befeuert das Thema Verjüngung

05.02.2016 | 18:13 Uhr
Prinenpaar befeuert das Thema Verjüngung
Das Stadtprinzenpaar Nicolai I. und Yanina I. (Mitte) von den Grün-Weißen Funken Batenbrock nebst Gefolge.Foto: Oliver Mengedoht

Bottrop.   Der 22-jährige Prinz und seine 28-jährige Prinzessin tragen ihre Jugend in den Karneval und regen zu Überlegungen an. Ein Gespräch mit Nicolai I.

Der jüngste Karnevalsprinz in der Stadtgeschichte ist in Wirklichkeit ein alter Hase im närrischen Geschäft. Als Zweijähriger stand Nicolai I. Lange schon auf den Brettern, glänzte als Kinderprinz in der Session 2003/4, war Sitzungspräsident des Kinderkarnevals und 15 Jahre lang in der Garde der heutigen KG Grün-Weiße Funken Batenbrock aktiv, war Adjutant und Gardeoffizier, und er gründete die Männertanzgruppe „Batenrocker“.

Als ihn seine langjährige Bekannte, die amtierende Prinzessin Yanina I. Kwiatkowski (28), als diesjährigen Prinzen ins Gespräch brachte, gehörte er zwar keinem Verein mehr an, „aber ich war offenbar doch noch einigen bekannt“, sagt der 22-jährige Student der Politikwissenschaften. Während einer Pause in seinem Terminplan findet er Zeit für ein kurzes Gespräch.

WAZ: Wie kommen Sie beim närrischen Publikum an?
Nicolai I.: Ich glaube, gut. Viele Menschen sagen mir, dass sie mich noch von früheren Auftritten her kennen und machen ein Foto mit mir. Vor allem im Gemeinde-Karneval in Batenbrock treffe ich so viele bekannte Gesichter. Das macht wirklich Spaß. Und dann finden die karnevalsfreudigen Bottroper es auch gut, dass es in diesem Jahr mal ein jüngeres Prinzenpaar gibt.

WAZ: Sie waren ja auch schon auf Treffen mit Prinzenpaaren aus anderen Städten. Worüber spricht man untereinander?
Nicolai I.: Da wird gefragt, ob es stressig ist, wie es bisher lief, wie das Festkomitee seine Sache macht. Und es kommt natürlich auch die Frage auf, warum das Bottroper Paar so jung ist.

WAZ: Soeben war von den Plattdütschen zu erfahren, dass sie einen Vorstoß zur Verjüngung unternehmen. Das Durchschnittsalter in diesem Verein liegt bei 60 Jahren. Dort überträgt man den jüngeren Gestaltungsverantwortung.


Nicolai I.: Das ist sicher der richtige Weg, wieder mehr junge Leute für den Karneval zu gewinnen. Es ist in den Vereinen allerdings auch zu beobachten, dass sich die ältere Generation einerseits Nachwuchs wünscht. Kommen dann aber neue Ideen auf den Tisch, heißt es andererseits: Das haben wir nie so gemacht. Ich denke, da muss man konsequent Veränderung wagen.
WAZ: Und das Festkomitee?
Nicolai I.: Das sollte in der Frage der Verjüngung ebenfalls mitziehen. Vielleicht regt es ja mal eine entsprechende Kampagne an, die über das Jahr läuft.

WAZ: Es heißt, Karnevalsprinz oder -prinzessin zu sein, kostet Geld. Stimmt das eigentlich?
Nicolai I.: Naja, da ist schon etwas dran. Zum Glück gibt es unsere Sponsoren. WAZ: Alles Gute Ihnen und Ihrer Prinzessin für die kommenden tollen Tage.

Michael Friese

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2016-02-05 18:13
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