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Preiswerte Pflege am Lamperfeld

13.02.2012 | 17:32 Uhr

Bottrop. Auf der Suche nach einer Marktnische für den Betrieb des gewünschten Gesundheits- und Sportparks am Lamperfeld könnte eine neue Einrichtung der Kranken-Betreuung in Bottrop Premiere feiern. Innovativ „und noch einzigartig in Deutschland“ wäre eine so genannte Low-Care-Station wie sie gemeinsam mit einem barrierefreien, behindertengerechten Hotel angedacht ist.

Dort sollen Patienten aufgenommen werden, die ärztlich und pflegerisch betreut werden müssen, aber mobil sind und nicht mehr (oder noch nicht) akut-medizinisch zu versorgen sind.

Davon sollen die Krankenhäuser profitieren und die Patienten: Die Kliniken könnten ihre Patienten gegen kostengünstige Pauschalen dort unterbringen, und den Patienten könnten mehr Komfort und Flexibilität geboten werden.

Die Patienten kommen z.B. zur Diagnostik oder warten auf einen Operationstermin und werden - kostengünstiger als in Krankenhausbetten und mit teurer Fachkräftepflege - schon auf die Operation oder andere Behandlungsformen vorbereitet, bevor sie ins Krankenhaus kommen.

Wie berichtet, wird für die Herrichtung der Fläche am Lamperfeld in Nachbarschaft zur Sportanlage eine Nutzung gesucht. Sie soll schon im Bereich Sport und Gesundheit liegen, auch wegen der Synergieeffekte durch die benachbarten Sportanlagen und das Grün.

Bislang ist es aber - trotz vielfacher Ansätze - nicht gelungen, ein richtiges Profil für den Bottroper Ansatz zu finden. Gesundheitswirtschaft ist gerade im Ruhrgebiet in vielen Städten ein Thema. Eine Machbarkeitsstudie weist jetzt vier Bausteine aus, zu denen auch die Low-Care-Station und das behindertengerechte Hotel zählen. Gedacht wird zudem an eine Einrichtung für ambulante Rehabilitation, ein Kompetenzzentrum zur ganzheitlichen Beratung von Menschen mit körperlichen Behinderungen - inklusive bauliche Beratung mit handwerklichen Produktangeboten. Letzter Baustein wäre ein Gastronomiekonzept.

Momentan sind das nur Vorschläge - sie voranzutreiben, soll sich ein Kreis von Fachleuten aus der Gesundheitswirtschaft zusammen tun und die Stadt bei der Ansprache geeigneter Investoren unterstützen.

Der Aufbau des Gesundheits- und Sportparks wird in Modulen erfolgen. Erweiterungen gewünscht.

Ziel ist es vor allem auch, den Park wirtschaftlich arbeiten zu lassen, eben ohne Investitionen und Zuschüsse der Stadt.

Helga Pillar

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