Positives Echo auf Pfandring-Idee in Bottrop

So sieht ein Pfandring an einem Mülleimer aus. Das Bild stammt aus Bamberg, wo derzeit ein entsprechender Pilotversuch läuft.
So sieht ein Pfandring an einem Mülleimer aus. Das Bild stammt aus Bamberg, wo derzeit ein entsprechender Pilotversuch läuft.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die Auswertung unserer Online-Umfrage zeigt: Die Mehrheit der Stimmen wurde für die Einführung der Leergut-Halterungen an Abfallbehältern in Bottrop abgegeben. Politik hatte sich gegen die Pfandring-Idee ausgesprochen.

Bottrop..  Die Idee, nach Bamberger Vorbild auch in Bottrop Pfandringe an öffentlichen Abfallbehältern anbringen zu lassen, in die Leergut sauber und sammelbereit abgestellt werden kann, stößt bei Internet-Nutzern auf ein positives Echo. Bei der Online-Umfrage der WAZ Bottrop befürwortet die große Mehrheit mit 62 Prozent der Stimmen die Einführung solcher Pfandringe (absolute Zahlen siehe Grafik). Denn: „Niemand sollte im Müll wühlen müssen.“

Dass Menschen aktuell genau dies tun, um Pfandflaschen zu sammeln, lässt sich Tag für Tag beobachten. Die zweitgrößte Gruppe (18 Prozent) sieht die große Gefahr, dass die Halterungen sowieso nur Opfer von Vandalismus würden. Zudem gibt es einige abwartende Stimmen (11 Prozent), die zunächst die Erfahrungen anderer Städte ausgewertet wissen wollen. Nur die wenigsten stimmten komplett gegen die Idee (9 Prozent).

Die Stadt Bamberg ist die erste, die in einem einjährigen Pilotversuch zwei Mülleimer mit den Pfandringen ausgestattet hat. Andere Städte wie Bochum wollen dem Vorbild folgen. ÖDP-Bezirksvertreter Markus Stamm hatte die Pfandring-Idee auch für Bottrop ins Spiel gebracht – und war in der Bezirksvertretung Mitte damit gescheitert (WAZ berichtete). DKP-Vertreter Manfred Plümpe etwa hält es für „pure Heuchelei“, sich für Pfandringe einzusetzen. Armen Menschen werde nicht mit Pfandringen, sondern mit der Abschaffung von Hartz IV geholfen. Doch wenn Menschen schon Flaschen sammeln, was eine Tatsache sei, könne man ihnen das doch auf würdevollere Weise ermöglichen, so Markus Stamm.

Insgesamt wurden bei unserer nicht repräsentativen Online-Umfrage 545 Stimmen abgegeben. Vielen Dank fürs Mitmachen!