Polizeibilanz - fast friedlicher Karnevalsumzug in Bottrop

Die Jecken in Bottrop feierten überwiegend friedlich beim Rosenmontags-Umzug.
Die Jecken in Bottrop feierten überwiegend friedlich beim Rosenmontags-Umzug.
Foto: WAZ FotoPool
Geschätzte 50.000 Jecken säumten den Zugweg. Es gab fünf Platzverweise und zwei Festnahmen. In einem Fall wegen gefährlicher Körperverletzung.

Bottrop.. Ganz entspannt saßen Ulrich Bockstegers und seine Kollegen in der zur Kirmeswache umfunktionierten Grünen Minna: „Fast alles friedlich, alles gut“, bilanzierte der Leiter des Bezirks- und Schwerpunktdienstes der Polizeiinspektion Bottrop den Zug-Einsatz am Rosenmontag.

Polizeisprecher Michael Franz lieferte die Zahlen zum Bottroper Einsatzgeschehen: Geschätzte 50 000 Jecken am Zugweg, fünf Platzverweise und zwei Festnahmen; eine wegen einer Farbschmiererei am August-Everding-Kulturzentrum, eine wegen gefährlicher Körperverletzung. „Aus polizeilicher Sicht sehr zufriedenstellend.“

Weil sich die Einmündung Blumen-/Böckenhoffstraße aus Sicht von Polizei und Jugendschutz in den vergangenen Jahren als problematischer Sammelpunkt dargestellt hatte, zeigten Polizei, Ordnungsamt und Jugendamt dort demonstrativ Präsenz. Das Prinzenpaar bedankte sich bei den Einsatzkräften mit „Polizei helau!“ kurz bevor es mit seinem Wagen in den allgemeinen Trubel auf dem Rathausvorplatz eintauchte.

Die Beamten der Einsatzhundertschaft der Polizei hatten das Geschehen jederzeit im Griff und sorgten nach einer Anstands-Viertelstunde dafür, dass die Kehr-Kolonne der Best auf der Böckenhoffstraße freie Fahrt bekam. Die ersten Räumfahrzeuge hatten sich schon vorher mit dröhnendem Hupen Platz geschaffen.

Was vom Zuge übrig blieb, ist auch in diesem Jahr jede Menge Glasbruch. Eine Handvoll Pfandsammler sorgte mit ihren fast berstenden Plastiktüten dafür, dass die Bierflaschen aus dem Verkehr gezogen wurden, bevor sie Schaden nehmen konnten. Es blieb aber reichlich Glas übrig, an der Blumenstraße zum Beispiel von den ungezählten Schnaps- und Likörfläschchen, die vor allem das feiernde Jungvolk mitgebracht hatte. Deshalb hielten viele Eltern ihre Kinder davon ab, entlang des Zugweges Nachlese nach übersehener Kamelle zu halten.