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Kriminalität

Polizei und Bistum Essen reagieren nach den Spritzenfunden am Kindergarten St. Bonifatius

12.10.2012 | 15:00 Uhr
Nach dem Fund von Spritzen auf dem Kindergartengelände St. Bonifatius hat der Träger Maßnahmen ergriffen und den Zaun verkleidet.Foto: Birgit Schweizer

Bottrop.   Polizei und Kita-Träger haben auf die Sorgen der Eltern rund um den Kindergarten St. Bonifatius reagiert und erste Schritte unternommen. Der Verursacher ist noch nicht gefunden, die Polizei wartet noch auf Ergebnisse der DNA-Untersuchung. Eine Mutter ist erleichtert, dass sich nun endlich etwas tut.

Nachdem vor rund drei Wochen auf dem Außengelände des Kindergartens St. Bonifatius Spritzen gefunden wurden (die WAZ berichtete) , hat der Kindergarten nun wie versprochen erste Maßnahmen ergriffen. So wurde der Zaun zumindest im unteren Bereich verkleidet, damit die Kinder nicht durch die Gitter greifen können und so nicht mehr an Gegenstände außerhalb des Geländes gelangen. Bewusst habe man darauf verzichtet, den Zaun bis oben hin blickdicht zu verkleiden, so Edgar Hemming vom Kita-Zweckverband des Bistums Essen, dem Träger der Einrichtung. „Denn dann wäre das Gelände auch von außen uneinsehbar gewesen und hätte aus diesem Grund möglicherweise erst recht ungebetene Besucher angelockt.“ Zusätzlich seien auch Halogenstrahler und Bewegungsmelder installiert worden. „Die werden aber in den nächsten Tage noch einmal nachjustiert, um eine bessere Ausleuchtung zu gewährleisten.

„Es ist gut, dass die Menschen jetzt aufmerksam geworden sind“

Saskia Beck, deren Sohn sich an einer der Spritzen verletzt hatte, ist jedenfalls zufrieden, dass sich im Bereich des Kindergartens etwas tut. Auch die Polizei habe man in letzter Zeit häufiger in der Umgebung gesehen. „Es ist gut, dass die Menschen jetzt aufmerksam geworden sind.“

Video
Bottrop, 28.09.2012: Beim Spielen auf dem umzäunten Außengelände einer Kindertagesstätte in Bottrop fanden Kinder eine benutzte Drogenspritze. Ein Kind verletzte sich, wir sprachen mit der Mutter des Kindes.

Polizeisprecherin Ramona Hörst bestätigt, dass der Bezirks- und Schwerpunktdienst sensibilisiert ist und regelmäßig im Bereich des Kindergartens Streife fährt. Hinweise auf den Verursacher gebe es jedoch noch nicht. „Die Spritze ist zur DNA-Untersuchung im Labor, die Ergebnis liegen noch nicht vor.“ Die Beamten erhoffen sich damit Hinweise auf den Nutzer der Spritze, schließlich handle es sich um einen Fall von gefährlicher Körperverletzung. - Nach wie vor bittet die Polizei die Anwohner, aufmerksam zu sein und verdächtige Beobachtungen zu melden.

Matthias Düngelhoff



Kommentare
12.10.2012
19:30
Maßnahmen nach den Spritzenfunden
von Madmac75 | #1

Auch der kommunale Ordnungsdienst fährt dort verstärkt Streife...

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