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Polizei schreckt Einbrecher ab

15.02.2010 | 19:12 Uhr
Polizei schreckt Einbrecher ab

Bottrop.Eine Kampagne der Polizei Recklinghausen zeigt erste Erfolge: In Bottrop ging die Zahl der Wohnungseinbrüche stark zurück. Gleichzeitig konnte die Aufklärungsquote nahezu verdoppelt werden.

Es Einbrechern nicht zu leicht machen, Tageseinbrüche verhindern, Aufmerksamkeit erregen: Im vergangenen November startete die Polizei Recklinghausen ihre Aktion gegen unliebsame Eindringlinge. Nun lassen sich laut Polizei erste Erfolge dieser breit angelegten Kampagne ablesen. So sei in einigen Kommunen die Zahl der Einbrüche und Einbruchsversuche in den letzten Monaten stark gesunken. Insbesondere in Bottrop verzeichnete die Polizei nach eigenen Angaben etwa hundert Einbrüche weniger im Vergleich zu 2008. Auffällig sei, dass dieser Trend erst seit etwa drei Monaten erkennbar ist, sich aber weiter verfestige. Gleichzeitig konnte die Aufklärungsquote nahezu verdoppelt, ja bezogen auf Bottrop sogar noch sehr viel deutlicher gesteigert werden.

Drei wesentliche Gründe führt Kriminaldirektor Ralf Ansorge, Leiter des Projektes beim Präsidium Recklinghausen, für diese Entwicklung an: „Zum einen haben sicherlich die Veröffentlichungen zu diesem Thema in den Medien zu einer Erhöhung der Aufmerksamkeit von Bürgerinnen und Bürgern geführt!“ Dadurch seien Nachbarn aufmerksamer geworden, Täter konnten sich nicht mehr so frei bewegen. Der ein oder andere Einbrecher wird so vielleicht gestört worden sein. Durch die Mithilfe von wachsamen Nachbarn und Zeugen konnten im Dezember vermehrt Tatverdächtige „auf frischer Tat“ festgenommen werden.

Türen abschließen, Rollläden runter!

„Darüber hinaus haben sicherlich viele Bürgerinnen und Bürger die Präventionstipps zur Sicherung der eigenen vier Wände ernst genommen. Abgeschlossene Türen, geschlossene Fenster, herabgelassene Rollläden und der Anschein, dass jemand zu Hause ist, schrecken potenzielle Täter ab“, lobt Kriminaldirektor Ralf Ansorge das Verhalten der Bürger.

Ein weiterer Aspekt sei die intensivierte Ermittlungstätigkeit der Polizei. Bekannte Täter hätten den Druck durch vermehrte Kontrollen verspürt, Absatzwege von gestohlenen Gegenständen würden verstärkt ins Auge gefasst. Damit steige das Entdeckungsrisiko. „Das spricht sich in der Szene herum, niemand gerät gerne in den Fokus der Polizei“, so Ralf Ansorge.

Doch die „Saison“ sei noch lange nicht vorbei, wenn die Tage jetzt auch wieder länger werden - erhöhte Aufmerksamkeit sei weiterhin gefordert, von Eigentümern, Mietern, Nachbarn... „Desgleichen wird die Polizei Ihren Ermittlungsdruck weiter hoch halten - kein Täter und keine Tätergruppe sollte sich sicher fühlen“, meint Ralf Ansorge mit einem „Augenzwinkern“.

Um noch einmal auf die technischen Präventionsmöglichkeiten hinzuweisen, findet nach dem großen Erfolg des ersten Recklinghäuser Sicherheitstages im November 2009 der zweite Sicherheitstag des Netzwerkes „Zuhause sicher“ statt. Am 20. Februar, in der Zeit zwischen 10.00 Uhr und 15.00 Uhr, beraten Experten zum Thema Einbruch. Tatort: Innenstadt Recklinghausen - Heilige-Geist-Straße 14. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.polizei-nrw.de/recklinghausen. Dort können sich interessierte Bürger die Flyer mit den Tipps rund um das Thema Einbruch kostenlos herunterladen.

DerWesten

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