Poliker im Südbezirk begrüßen die Pläne zur Beckheide

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Was wir bereits wissen
Die Bezirksvertretung Süd sieht noch offene Fragen bei Entwässerung und Verkehrsanbindung. DKP ist gegen eine Bebauung.

Bottrop..  Positive Signale konnte Planungsamtsleiterin Christina Kleinheins aus der Bezirksvertretung Süd mitnehmen. Lediglich die DKP kritisierte die vorliegenden Entwürfe für ein Baugebiet an der Beckheide. Die Kommunisten kündigten Widerstand an und verwiesen auf eine Bürgerversammlung, zu der sie eingeladen hatten. Dort hätte sich die Mehrheit der Besucher gegen die Bebauung des Geländes ausgesprochen.

Die anderen Parteien im Bezirk zeigten sich dagegen grundsätzlich angetan von dem nun vorgelegten Entwürfen und den darin vorgesehenen Grünflächen und Frischluftschneisen sowie der deutlich reduzierten Bebauung. Wie berichtet sind im Moment 58 Wohneinheiten geplant (siehe Grafik). Erste Entwürfe aus dem Jahr 2010 hatten noch 105 vorgesehen. Dagegen hatte sich die Politik gewehrt.

Noch sind Fragen zur Entwässerung zu klären. Auch die Anbindung des möglichen Wohngebiets sowie Parkmöglichkeiten seien noch unklar, so die Bezirksvertreter. Fragen, die im Zuge eines Bebaungsplanverfahrens beantwortet werden müssten, wie Christina Kleinheins meinte. Den Planern sei es vor allem darum gegangen, eine Rückmeldung zu erhalten, ob sie nun auf Grundlage dieser Entwürfe weiter arbeiten könnten. Dinge wie Artenschutz, Entwässerung oder auch die Verkehrsführung müssten dann durch Gutachten überprüft werden. „Dann wird man sagen können, ob dieser Planentwurf funktioniert.“

Der Planungsausschuss hatte sich mit den Ideen bereits auseinandergesetzt. Die dort vertretenen Parteien signalisierten weiteren Beratungsbedarf. Inzwischen sei aber klar, so der Ausschussvorsitzende Klaus Strehl, dass der Plan in der Sitzung im April erneut auf der Tagesordnung steht. Dann will die Politik offiziell den Auftrag geben, diese Ideen weiter zu entwickeln und die Planungen in die rechtlich vorgegebenen Bahnen zu lenken. Für die SPD signalisierte Fraktionschef Thomas Göddertz gegenüber der WAZ bereits grundsätzlich Zustimmung – wenn die Verwaltung die angesprochenen offenen Fragen beantworten könne.

Das würde bedeuten, dass das Bebauungsplanverfahren, welches seit 1993 schwelt und immer wieder hochkocht, unter Bürgerbeteiligung doch voranschreitet.