Plädoyer für einen „echten“ Jahrgangswald

Das 20-jährige Bestehen des Waldpädagogischen Zentrums wäre ein Anlass, das Konzept der WPZ-Arbeit noch einmal auszubauen, findet Heinz Tenhumberg, Gründer und heute Ehrenvorsitzender. Schüler der Sekundarstufe könnten aus den Pflanzungen der Grundschüler am Kletterpoth einen „echten“ Wald machen.

„Die ersten dort gepflanzten Bäume haben schon eine stattliche Größe erreicht“, sagte er in seiner Festrede. „Aber als Wald kann man diese Anpflanzungen noch nicht bezeichnen. Es sind eher Jahrgangsforste.“ Es fehlten unter anderem die Entwicklung der Bodenschicht zum Waldboden sowie die von Kräutern und Sträuchern.

„Pädagogisch wertvoll wäre es, wenn die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen, die ja als Grundschüler das WPZ durchlaufen haben und an den Jahrgangsforsten beteiligt waren, hier noch einmal aktiv werden könnten, an der Waldentwicklung mitarbeiten und dadurch ihr Naturverständnis erweitern.“

Nach dem bisherigen Konzept der WPZ-Arbeit sei das WPZ für eine solche Weiterentwicklung nicht mehr zuständig, sagte Tenhumberg. Also müsste dafür ein Konzept erarbeitet und ein Träger gefunden werden.