Peter Frank bringt in der Tanzschule Menschen in Bewegung

Die Tanzschule Frank besteht seit 25 Jahren. Hier sind es die  Fortgeschrittenen, die mit sichtlicher Begeisterung den Tanzkurs beiihrem Lehrer, Peter Frank (vorn rechts), besuchen.
Die Tanzschule Frank besteht seit 25 Jahren. Hier sind es die Fortgeschrittenen, die mit sichtlicher Begeisterung den Tanzkurs beiihrem Lehrer, Peter Frank (vorn rechts), besuchen.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Tanzschule an der Hans-Sachs-Straße feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Junge Leute kommen manchmal mit Vorbehalten. Doch dann macht's richtig Spaß.

Bottrop.. Kinder- und Seniorentanz, Zumba, Energy Hip Hop und Salsa, Stepp-Tanz, Langsamer Walzer oder Tango. Für junge und alte Füße gibt es ein Programm, wenn die Tanzschule Frank am kommenden Samstag, 10. Januar, mit einem „ Tag der offenen Tanzschule“ ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Von 10.30 Uhr bis in den späten Abend lassen sich an diesem Tag die Tanzbeine schwingen.

Obwohl Peter Frank, Gründer der Schule, mit Tanz groß geworden ist, hatte er lange Zeit nichts dafür übrig. „Tanzen fand ich immer doof und hab mich gewehrt, es zu lernen.“ Seine Eltern Horst und Helga Frank, beide Tanzlehrer, hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben, als Peter Frank als 15-Jähriger doch endlich einen Tanzkurs machte. „Aber mich faszinierte dabei vor allem, wie ich mit der Partnerin agieren konnte, und wie man Menschen Bewegung beibringen kann“, sagt der heute 52-Jährige. So war für ihn schnell klar, nach dem Abitur und einer Krankenpflegerausbildung eine weitere Ausbildung zum Tanzlehrer zu absolvieren.

Gleich nach der Prüfung zum ADTV-Tanzlehrer eröffnete Frank am 12. Januar 1990 die Tanzschule an der Hans-Sachs-Straße. „Früher wie heute bringe ich Menschen leidenschaftlich gern Bewegung bei.“ Die eigene Tanzschule sei, als das Berufziel feststand, immer sein Traum gewesen. „Und sie ist bis heute mein Herzblut!“

Veränderungen

Natürlich kommen seine Schüler und Schülerinnen oft nicht nur von Begeisterung getrieben zu ihm. „Viele sind zögerlich oder kommen nur dem Partner zuliebe“, erzählt der Tanzlehrer von seinen Erfahrungen. „Aber es ist immer wieder schön und spannend zu erleben, wie viel Spaß den meisten schon nach drei bis vier Stunden die Bewegung macht.“ Und oftmals verändere das Tanzen auch den Umgang der Paare miteinander, denn plötzlich verteilten sich die Rollen anders.

Related content

In seinem „Tanzpunkt Bottrop“ bietet Peter Frank Kurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch für Menschen mit Behinderung und Demenz sowie Seniorentanz und Spezialkurse in Discofox, Salsa, West Coast Swing und Tango Argentino. Stets stehen Freude an der Bewegung und der gesellschaftlicher Aspekt im Vordergrund.

Ein Tanzlehrer mit Krankenpfleger-Ausbildung

„Zukünftig möchte ich den Bereich „Tanzen als Therapie“ noch verstärken“, so Frank. Da schlage die Krankenpfleger-Ausbildung durch.

So beginnen gleich zu Jahresanfang neue Kurse für Menschen mit Demenz (9. Januar, 15.30 Uhr) und Menschen mit Behinderung (10. Januar, 10.30 Uhr). Ein Einstieg ist jederzeit möglich.

"Ewig kann ich die Tanzschule auch nicht führen"

Gleich zu Beginn des Jubiläumsjahres gibt’s auch ein neues altes Gesicht in der Tanzschule: Marcel Kazminska, der sich hier einst als Tanzschüler und dann als Auszubildender tummelte, kehrt nun als Tanzlehrer zurück - und potenzieller Nachfolger von Peter Frank. „Ewig kann ich die Tanzschule ja auch nicht führen“, so Peter Frank. Und wenn der Tanzlehrer mal selbst nicht unterrichtet, so gilt seine persönliche Leidenschaft dem Tango Argentino. „Denn in diesem Tanz spiegelt sich das Leben.“