Paulschule bleibt bis 2020 bestehen

Bleibt Ihr ja auch - die Paulschule erhält Bestandsschutz bis ins Jahr 2020.
Bleibt Ihr ja auch - die Paulschule erhält Bestandsschutz bis ins Jahr 2020.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Pläne für neue dreizügige Eigener Grundschule aufgeschoben. Auch Paulschule soll Flüchtlingskinder unterrichten. Gesamtschule weist weniger Kinder ab.

Bottrop..  Die Paulschule wird nun erst einmal doch nicht aufgelöst. Dabei beschloss der Rat vor gut zwei Jahren, die Grundschule an der Buchenstraße eher früher als später zu schließen, weil es nicht mehr genug Schulkinder in ihrer Nähe gebe. „Die Schulsituation auf dem Eigen hat sich geändert“, erklärt SPD-Schulsprecherin Renate Palberg nun. „Die Paulschule bekommt Bestandsschutz bis 2020“, legt sich die Ratsfrau fest. Denn auch die Grundschule an der Buchenstraße soll jetzt Flüchtlingskinder unterrichten.

Entwicklung abwarten

„Das ist relativ sicher“, vertraut Renate Palberg darauf, dass diese Pläne in der Grundschule wie bei der Schulaufsicht Zustimmung finden. „Das macht ja Sinn“, betont die SPD-Ratsfrau. Denn auf dem Eigen wohnen jetzt viele Flüchtlingsfamilien. „Sie leben nicht nur im Wohnheim an der Stenkhoffstraße, sondern auch in vielen Wohnungen“, erklärt die SPD-Sprecherin. Bisher sei die Rheinbabenschule an der Aegidistraße jedoch die einzige Grundschule in dem Stadtteil, die Flüchtlingskinder aufnimmt. Das reiche nicht mehr aus.

In anderen Stadtteilen besuchen Kinder aus Flüchtlingsfamilien die Fichteschule, die Albert-Schweitzer-Schule, die Cyriakusschule, und die Schule Vonderort. Da die Stadt immer mehr Menschen aufnehmen muss, die vor Krieg und Verfolgung flüchten, geht die Stadtverwaltung davon aus, dass sie neue internationale Förderklassen bilden muss. Hinz kommt: „Wir können die Flüchtlingskinder aus dem Eigen ja schlecht nach Vonderort zur Schule schicken“, meint Renate Palberg.

Dabei hat sich die Einschätzung des Schulressorts der Stadt längst bewahrheitet, dass auf dem Eigen pro Schuljahr für heimische Kinder zukünftig allenfalls noch drei Eingangsklassen in den Grundschulen gebildet werden können. Die Pläne sahen daher vor, die Rheinbabenschule an der Aegidi-straße zu einer dreizügigen Grundschule auszubauen und die Paulschule als Oberstufenzentrum der nahen Willy-Brandt-Gesamtschule einzurichten. Das werde jedoch nicht nur viel teurer als erwartet, sondern ließe sich auch erst später umsetzen. „Wir hatten damit gerechnet, dass das eine Million Euro kosten wird. Doch das dürften 2,5 Millionen Euro sein. Die Offene Ganztagsschule müsste auch verlegt werden“, sagte Renate Palberg. Das Geld für den Schulumbau stehe auch erst 2018/2019 im Etat zur Verfügung. Schwer einzuschätzen sei auch, wie sich der Raumbedarf der Willy-Brandt-Schule weiterentwickelt. „Fürs Schuljahr 2015/16 musste die Gesamtschule nicht mehr so viele Schüler abweisen wie früher“, betont Renate Palberg. Die Schule nimmt 180 neue Schüler auf und wies 18 Kinder ab. Zu den Abweisungen kam es, weil die Klassen fürs gemeinsame Lernen verkleinert werden. Schuldezernent Paul Ketzer kommt daher zu dem Schluss: „Rein faktisch bestand somit kein Anmeldeüberhang“.