Parken in der Nähe der Bottroper Kliniken bleibt frei

Die freien Flächen am Lamperfeld soll die Stadt nicht länger kostenlos als Parkplätze bereit stellen. Die CDU will, dass dafür Parkgebühren erhoben werden, findet aber keine Mehrheit dafür.
Die freien Flächen am Lamperfeld soll die Stadt nicht länger kostenlos als Parkplätze bereit stellen. Die CDU will, dass dafür Parkgebühren erhoben werden, findet aber keine Mehrheit dafür.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
CDU findet für ihre Forderung nach einer Gebührenpflicht auf den Plätzen der Stadt keine Mehrheit. Auch auf dem Lamperfeld-Gelände können Fahrer ihre Autos weiterhin kostenlos abstellen.

Bottrop..  Das Parken auf den städtischen Parkplätzen in der Nähe des Knappschaftskrankenhauses und am Marienhospital bleibt ebenso gebührenfrei wie auf den Ascheflächen in der Nähe des Jahnstadions. Denn die Union findet für ihren Vorstoß keine Mehrheit. Allein die Grünen können sich mit der CDU-Idee im Prinzip anfreunden.

„Wir sind dafür, dass das Parken an den Krankenhäusern kostenfrei bleibt“, betonte dagegen SPD-Fraktionschef Thomas Göddertz. Auch Gebühren fürs Abstellen von Autos auf den Brachflächen an der Straße „Am Lamperfeld“ zu verlangen, hält die SPD ebenso wie die ÖDP nicht für richtig.

Krankenhäuser kassieren

Die CDU hatte gefordert, in der Nähe des Knappschaftskrankenhauses auf den Parkplätzen an der Straße „Am Quellenbusch“ Parkgebühren zu erheben und auch auf den Parkplätzen der Stadt an der Josef-Albers-Straße in Sichtweite zum neuen Haupteingang des Marienhospitals. CDU-Fraktionschef Hermann Hirschfelder wies darauf hin, dass ja auch die beiden Krankenhäuser selbst für ihre eigenen Parkplätze schon seit längerer Zeit Gebühren von den Besuchern verlangen und somit Einnahmen erzielen.

Auch die Stadt sei auf höhere Einnahmen angewiesen, argumentiert Hirschfelder. „Die Flächen am Lamperfeld bleiben nach der Aufgabe der Pläne für den Gesundheitspark auf lange Zeit ungenutzt“, sagte der CDU-Ratsherr. Daher solle die Verwaltung kurzfristig ein Konzept zur Erhebung von Parkgebühren auch für diese Flächen vorlegen, fordert die CDU. „Im Hinblick auf den Etat der Stadt und die zahlreichen Sparmaßnahmen im Jugend- und Sozialbereich ist die unentgeltliche Zurverfügungstellung dieser Parkflächen nicht länger darstellbar“, begründet Hirschfelder den Vorschlag seiner Partei. Die Grünen können der CDU-Forderung durchaus etwas abgewinnen. So wies Grünen-Fraktionschefin Andrea Swoboda darauf hin, dass ihre Partei ja ohnehin eine Bewirtschaftung weiterer Parkplätze nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in den Stadtteilen gefordert habe. „An den Krankenhäusern wird das aber schwierig“, räumte sie ein. Auch Andrea Swoboda betonte jedoch, dass die Krankenhäuser selbst nicht davor zurückschreckten, von den Familien, die Krankenbesuche machten, Geld fürs Parken zu verlangen.

Scharfe Kritik

Bei der Linkspartei allerdings stößt die Union mit ihrer Forderung nach Parkgebühren in Krankenhausnähe auf scharfe Kritik. „Kranke und ihre Angehörige abzukassieren, finde ich weder barmherzig noch einen Akt der Nächstenliebe“, weist Linken-Ratsherr Niels Schmidt die CDU-Idee zurück. Schmidt: „Jemanden, der ein Kind in der Kinderklinik hat und dort womöglich Tage in Sorge verbringt, möchte ich nicht noch sagen, dass er die städtische Parkuhr füttern soll“.