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Ostermann-Pläne

Ostermann-Erweiterung - Politik fürchtet Konkurrenz für City

26.01.2012 | 20:25 Uhr
Ostermann-Erweiterung - Politik fürchtet Konkurrenz für City
Ostermann in der Boy will seine Verkaufsfläche erweitern.

Bottrop.  Die Erweiterungsabichten des Möbelriesen Ostermann stoßen bei der Politik in Bottrop nicht überall auf Wohlwollen: Der Planungsausschuss fürchtet um die Geschäfte der Innenstadt. Für die SDP betonte Thomas Göddertz, dass das Randsortiment keinesfalls andere Standorte gefährden und nicht gegen das Einzelhandelskonzept verstoßen dürfe.

So ganz begeistert zeigte sich die Politik im Planungsausschuss nicht über die Erweiterungsabsichten des Möbelhauses Ostermann. Dabei irritierte vor allem das gewünschte so genannte zentrenrelevante Randsortiment. Auch wenn man es im Ausschuss nicht so richtig zu definieren wusste - man fürchtet um die Geschäfte der Innenstadt.

Denn da könnte es durchaus Überlappungen im Angebot geben. Ist schon ein Begriff wie Randsortiment interpretationsbedürftig, so ist das Wort „zentrenrelevant“ es allemal. Denn je nach Stadt und aktuellem Vermietungsstand von Geschäftslokalen in der Innenstadt ist das eine wandelbare Größe, die z.B. mal Kühlschränke oder Gardinen einschließen könnte und mal nicht.

Hermann Hirschfelder (CDU) gab grundsätzlich zu bedenken, dass man sich schon eine bisschen Sorgen darüber mache, dass im Möbeleinzelhandel wohl offensichtlich der Gigantismus ausgebrochen sei. Und wenn das Unternehmen Ostermann seinen Erweiterungs-Wunsch schon mit dem Hinweis verbinde, dass in Duisburg der Mitbewerber Höffner auf eben 50 000 qm Verkaufsfläche bauen wolle, „dann hätte Ostermann ruhig sagen können, dass er selbst auch in Duisburg ein neues, 50 000 qm großes Haus plant.“

Randsortiment darf andere Standorte nicht gefährden

Für die SDP betonte Thomas Göddertz, dass das Randsortiment keinesfalls andere Standorte gefährden und nicht gegen das Einzelhandelskonzept verstoßen dürfe, das die Stadt gerade aufstelle. Außerdem gefalle es gar nicht, dass Ostermann ja wohl offensichtlich entgegen der Festlegung des noch gültigen Bebauungsplanes eine nicht dafür ausgewiesene Fläche mit 150 Parkplätzen bebaut habe und sich das jetzt erst bei einer Änderung des Bebauungsplanes nachträglich genehmigen lassen wolle.

Dass - nebenbei - das Institut, das die Ostermann-Erweiterungsplänen für stadt- und regionalverträglich gestaltbar hält, eben das ist, das auch das Einzelhandelskonzept der Stadt entwickelt habe, hält Johannes Bombeck (ÖDP) nicht für ganz glücklich. Für den Einzelhandelsverband will sich dessen Vorsitzender Karl Reckmann - auch sachkundiger Bürger im Ausschuss - zwar noch einmal das Ostermann-Gutachten genauer anschauen. Schon jetzt halte er aber eine Verkaufsfläche von 2500 qm für ein innenstadtrelevante Randsortiment im Möbelhaus für schädlich.

Der Technische Beigeordnete Norbert Höving sieht in der erforderlichen Stadt- und Regionalverträglichkeit der Erweiterungspläne noch eine große Hürde. Die Umsatzverlagerung, die z.B. Gladbeck anführe, sei schon bedenkenswert. Der Planungsausschuss ließ den Beschlussvorschlag für die (für die Verkaufsflächenerweiterung notwendige)Änderung des Bebauungsplanes zwar passieren - aber nur mit der Protokoll-Fußnote, dass es möglich sein müsse, fürs Änderungskonzept noch Änderungen folgen zu lassen.

Die Parteien haben alle noch Beratungsbedarf, und in der März-Ratssitzung soll noch die Doppel-Gutachter-Gesellschaft gehört werden.

Helga Pillar

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Kommentare
30.01.2012
09:12
Ostermann-Erweiterung - Politik fürchtet Konkurrenz für City
von captainkawa | #6

Bürger aus Bottrop, Karnap, Horst, Brauk und Rosenhügel mögen und nutzen Ostermann und TOOM. Sollte sich das Angebot dort erweitern, würden sie es bestimmt begrüßen.
Keine Parkplatzsuche, kein Parkscheinautomat und keine Knöllchen.

Aber immer schön am Bürger vorbei ....

27.01.2012
19:23
Ostermann-Erweiterung - Politik fürchtet Konkurrenz für City
von ausdemvolke | #5

bitte dringend erweitern. Dann braucht man nicht zur Stadt, um sich irgendwelche Ramsch- und Telefonläden anzusehen. Eine Spielhalle wird dort mit Sicherheit auch nicht gebaut und es gibt genug Parkplätze (sogar ohne Knöllchen)

27.01.2012
19:19
Blockierter Kommentar.
von ausdemvolke | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

27.01.2012
09:48
Politik sieht Konkurrenz zur City
von neuich | #3

Politik/er sind ein Witz. Wer hat eigentlich die Ausführungen rund um den Ostermann Bau überwacht?! Nicht die Stadt? Wie kann es den dann zu " entgegen der Festlegung des noch gültigen Bebauungsplanes eine nicht dafür ausgewiesene Fläche mit 150 Parkplätzen bebaut habe " überhaupt kommen? Hier sollten einige Leute zumindest ein Abmahnung bekommen. Aber, wen kümmerts? Ganz bestimmt nicht die Stadtoberen!

1 Antwort
Politik sieht Konkurrenz zur City
von Kuemmerling_Bottrop | #3-1

"Wer hat eigentlich die Ausführungen rund um den Ostermann Bau überwacht?!" Ganz einfach das Bauamt, denn das ist Aufgabe des Amtes nicht der Politik, aber gegen Politiker zu meckern ist immer leichter und gerade in.

27.01.2012
07:09
Politik sieht Konkurrenz zur City
von spalter1 | #2

Wenn Herr Höving meint, die Umsatzverlagerung hängt mit Ostermann, oder anderen Geschäften zusammen, sollte er den Grund erst mal bei unseren Stadtplanern suchen. Denn die sind im Geiste immer noch im Bauhausstil, der 60/ 70iger Jahre.Nach dem Motto, grün weg, Beton ist schick! Wie in unseren Planungsköpfchen.

26.01.2012
23:13
Politik sieht Konkurrenz zur City
von nussknacker | #1

Auch wer jetzt schon nach Ostermann geht bekommt alles aus dem Beleuchtungsbereich (Lampen usw.), Küchenbedarf (Töpfe, Besteck, usw.) und Dekobereich. Den Rest bekomme ich dann gegenüber bei Toom. Warum soll ich noch in die City und da nach Karstadt gehen?

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