Orgeltradition soll weiter bestehen

In den frühen 80er Jahren begann die Konzerttradition an der großen romantischen Seifert-Orgel in Liebfrauen auf dem Eigen. Im Februar will man an der Kirche, die zurzeit über keinen hauptamtlichen Musiker mehr verügt, wieder an diese Tradition anknüpfen.
In den frühen 80er Jahren begann die Konzerttradition an der großen romantischen Seifert-Orgel in Liebfrauen auf dem Eigen. Im Februar will man an der Kirche, die zurzeit über keinen hauptamtlichen Musiker mehr verügt, wieder an diese Tradition anknüpfen.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Christoph Schulte im Walde möchte Liebfrauen mit der romantischen Seifert Orgel als besonderen Konzertort weiter pflegen. Den Auftakt macht ein Künstler aus Südafrika im Februar.

Bottrop..  Es gab einmal eine ambitionierte Reihe für Orgelmusik iun Liebfrauen auf dem Eigen . . . Das ist kein Märchen - auch wenn es so beginnt - sondern erinnert an die Anfänge, als sich Anfang der 80er Jahre Musiker, Enthusiasten, Orgelliebhaber und -kenner zusammentaten, um damals das große aber marode Instrument zu retten. „Vor allem aber in Szene zusetzen“, sagt Christoph Schulte im Walde. Der gebürtige Bottroper, der in und mit Liebfrauen aufwuchs, machte sich für das historische Seifert-Werk von 1929 stark.

Denn die romantische Orgel war bis auf wenige Veränderungen erhalten und lockte bereits - zum Teil unterstützt durch das Kulturamt - berühmte Solisten nach Bottrop, zu einer Zeit, als das französische Orgelrepertoire des 19. und vor allem des 20. Jahrhunderts gerade am Beginn seiner Neuentdeckung stand. Der damalige Verein Forum für Orgelmusik ist inzwischen aufgelöst. Das große Gotteshaus mit der nun restaurierten und erweiterten Orgel hat seit der Pensionierung von Friedrich Storfinger keinen hauptamtlichen Musiker mehr.

Aber Schulte im Walde, der heute als Mitarbeiter der Uni Münster und freier Journalist in der „Westfalenmetropole“ lebt, hat wieder Pläne für Liebfrauen. Zunächst möchte er mit dem südafrikanischen Organisten Gerrit Jordaan am 28. Februar in Liebfrauen einen zaghaften Neubeginn wagen. Jordaan ist dann bei Klangzeit-Festival in Münsters Lambertikirche zu erleben. Dort spielt er aktuelle Musik aus seiner südafrikanischen Heimat, ein Programm, dass leicht abgewandelt auch in Liebfrauen zu hören sein soll. Das Konzert ist bereits zugesagt und von den Verantwortlichen der Pfarre genehmigt, sagt Christoph Schulte im Walde.