Organist übersetzt Werke aus dem Ruhrgebiet

„Komponisten und Kompositionen aus dem Ruhrgebiet vom Mittelalter bis heute“ stellt Dr. Hans-Joachim Heßler am Sonntag, 19. April, um 17 Uhr in der Martinskirche vor. Dabei präsentiert er Orgelmusik aus verschiedenen Epochen: von einer mittelalterlichen Komposition aus dem Damenstift in Essen über Max Reger bis zu zeitgenössischen Stücken, die der Komponist selbst spielt, reicht die Bandbreite.

Das Konzert gehört zum Rahmenprogramm der Ausstellung „Stadt-Land-Sichten“ der Oberhausener Künstlerin Anna Aßmann, die am Vormittag des gleichen Tages im Martinszentrum (mit direktem Durchgang von der Kirche) eröffnet wird.

Zur Person

Hans-Joachim Heßler ist Jahrgang 1968. Er studierte Klavier in Dortmund und schloss ein Dirigierstudium sowie ein Studium der Schulmusik und Germanistik für das Lehramt an. Nach Abschluss des Doktoratstudiums an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz veröffentlichte Heßler eine Reihe von Schriften, darunter 2001 ein Buch über Jean-François Lyotards „Philosophie der postmodernen Musik“.

Er sammelte vielfältige Erfahrungen im Bereich der neuen Kammermusik, in dem auch der Schwerpunkt seines kompositorischen Schaffens zu sehen ist. Es entstanden neben zahlreichen Kompositionen für sein Hauptinstrument, dem Klavier, über hundert Orgelkompositionen, die der Faszination der klanglichen Möglichkeiten des Instrumentes Ausdruck verleihen. Sein Werke-Verzeichnis umfasst unter anderem acht Orchesterstücke als Auftragskompositionen für die Philharmonie Brasov (Kronstadt)/Rumänien und die Sinfonietta Bulgaria.

Als Pianist wirkte Heßler bei diversen Uraufführungen anderer zeitgenössischer Komponisten mit, so etwa 1990 bei der Uraufführung des Zyklus „Aus Lust, den Bogen zu spannen“ für Kammerensemble, Klang- und Pendelobjekte von Rüdiger Beckemeier im Aalto-Theater in Essen und 1991 bei der Uraufführung des „Particell da Requiem“ von Ulrich Blomann im Rahmen der Landeskulturtage NRW. Als Mitglied des Ab-Art-Orchesters konzertierte er unter anderem in New York, London und Graz. Bis 2008 entstanden einige spartenübergreifende Werke für Kirchenorgel mit Nebeninstrumenten. Seit dem Sommersemester 1997 ist er künstlerischer Lehrbeauftragter in den Fächern „Klavier“, „begleitendes Klavierspiel“ und „Tonsatz“ am Institut für Musik der Universität Dortmund.