Online-Seminar soll bei Burnout helfen

Überlastung am Arbeitsplatz kann zum Burnout führen. Da gilt es, rechtzeitig vorzubeugen.
Überlastung am Arbeitsplatz kann zum Burnout führen. Da gilt es, rechtzeitig vorzubeugen.
Foto: WR/Franz Luthe
Was wir bereits wissen
Krankenkasse bietet kostenlose Informationen und Austausch im Internet an. „Webinar“ findet am 22. März statt.

Bottrop..  Stress, zunehmender Druck am Arbeitsplatz und die Angst um den Job belasten Mitarbeiter und führen zunehmend zu psychischen Krankheiten. Insbesondere Burnout wird zu einem immer größeren Problem. Die Menschen fühlen sich hilflos und ausgebrannt. Grund genug für die IKK classic, nächste Woche Dienstag, 22. März, von 10 bis 11.30 Uhr das kostenlose Webinar „Burnout – Signale erkennen“ anzubieten.

Symptome rechtzeitig erkennen und Strategien zur Bewältigung erlernen sind wesentliche Inhalte dieses Webinars. Es richtet sich vor allem an Personen aus dem Personalwesen und die Geschäftsleitung, aber auch für Beschäftigte ist eine Teilnahme möglich.

Weitere Informationen zu Inhalten und zur Anmeldung gibt es unter www.ikk-classic.de/seminare – nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmer ihre Zugangsdaten und alle weiteren Informationen zum Ablauf per E-Mail. Es sind keine komplizierten Downloads oder Installationen erforderlich: Benötigt wird nur ein PC mit Internetzugang und Lautsprecher- bzw. Kopfhöreranschluss. Die Teilnehmer können während des Seminars Fragen im Online-Chat stellen. Im Anschluss an das Seminar werden dann alle Fragen beantwortet.

Zu den Hintergründe zum Burnout erklärt Dagmar Fraune, Gesundheitsexpertin der IKK classic: Burnout ist ein krisenhafter Prozess mit vielen verschiedenen Symptomen. Die vier Kernsymptome sind: emotionale Erschöpfung („Ich kann nicht mehr!“), verringerte Leistungszufriedenheit („Ich schaff’s nicht mehr!“), Dehumanisierung („Ich kann sie nicht mehr sehen!“ – Kunden, Kollegen oder Mitarbeiter) und Überdruss („Ich will nicht mehr!“). Ein Burnout bricht nicht plötzlich aus, er wird von einer bestimmten Situation ausgelöst: von einem inneren Konflikt zwischen flüchten wollen, aber nicht flüchten können.“

Gereizt und erschöpft

Zu den typische Phasen eines Burnouts beschreibt Dagmar Fraune, dass die Betroffenen zu Beginn meist nicht mehr abschalten können und sich gereizt und erschöpft fühlen. Danach folgt ein reduziertes oder übersteigertes Engagement, meist verbunden mit Schuldgefühlen. Später kommen Depression oder Aggression hinzu. Danach folgen häufig Konzentrationsschwierigkeiten oder Dienst nach Vorschrift. Im nächsten Schritt verflacht das ganze Leben. Hinzu kommen häufig noch gesundheitliche Beschwerden. Am Schluss steht die völlige Verzweiflung bis hin zu Selbstmordgedanken. Der Prozess kann aber jederzeit unterbrochen werden – in fortgeschrittenen Stadien aber meist nur noch mit Hilfe von außen.

Jeder Mensch ist unterschiedlich anfällig für Burnout erklärt die Gesundheitsexpertin. Gewisse Persönlichkeitsmerkmale können die Anfälligkeit fördern. Wie eine übermäßige Fixierung auf Leistungsziele oder ungelöste Konflikte in der Familie, mit Freunden oder Kolleggen. Auch die Organisationsstruktur in Unternehmen spielen eine große Rolle.