OB berichtet von Interessenten fürs Karstadt-Haus

Es gibt einen Kaufinteressenten für die Karstadt-Immobilie“, berichtet OB Bernd Tischler.
Es gibt einen Kaufinteressenten für die Karstadt-Immobilie“, berichtet OB Bernd Tischler.
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Was wir bereits wissen
Paukenschlag in der Ausschuss-Sitzung: Tischler spricht von „Silberstreif am Horizont“. Beim Hansa-Center sei noch Geduld nötig

Paukenschlag in der gestrigen Sitzung des Wirtschaftsförderungs- und Grundstücksausschuss. „Es gibt einen Kaufinteressenten für die Karstadt-Immobilie“, berichtete Oberbürgermeister Bernd Tischler. Er bezeichnete die Nachricht als „Silberstreif am Horizont“. „Es werden noch sehr intensive Gespräche notwendig sein. Aber ich glaube, es wird nicht mehr lange dauern, bis ich mehr sagen kann.“

Mit ausdrücklichem Hinweis auf den für März 2016 angekündigten Rückzug von Karstadt aus der Innenstadt hatte der Oberbürgermeister die Errichtung einer Lenkungsgruppe „Innenstadtentwicklung“ auf die Tagesordnung gesetzt. Die bat er angesichts der aktuellen Entwicklung „zurückzustellen, bis wir mehr Klarheit haben“. Diesem Vorschlag folgte der Ausschuss. Abseits aller Geschäftsordnungs-Gepflogenheiten kündigte Andrea Swoboda (Grüne) an, sie werde jetzt „die Daumen drücken“. Volker Jungmann lobte für die CDU den „Vertrauensbeweis“ des Oberbürgermeisters gegenüber dem Ausschuss.

In Sachen Hansa-Center hatte der Oberbürgermeister dagegen weniger Konkretes mitzuteilen. Nach seiner Einschätzung gebe es „keine grundsätzlichen Probleme“ mehr, die der Fortsetzung des begonnenen Umbaus im Wege stünden, es gebe „nur noch kleinere technische Details“ zu lösen. In dieser Angelegenheit könne er den Ausschuss, die Bürger und den Einzelhandel nur „um ein wenig mehr Geduld“ bitten.

Zu einem weiteren Dauerthema im Ausschuss, der Planung für einen Gesundheits- und Sportpark Am Lamperfeld, hatte das Amt für Wirtschaftsförderung eine ernüchternde Bilanz der Gespräche gezogen: Alle vier dort geplanten Bausteine werden dort nicht entstehen: „Die Investorengruppe Kadans Real Estate steht für die Reha-Einrichtung und den Hotelneubau nicht mehr zur Verfügung. Der Arbeiter-Samariterbund wird seine Planungen für ein Inklusionshotel nicht weiter verfolgen. Die Inoges AG wird als Betreiber für eine Kinder- und Jugendrehabilitation nicht zur Verfügung stehen.“ Und das Thema ambulante Kinder-Reha bleibe zwar als interessantes Konzept im Gespräch, werde aber im Zweifel auf anderen Flächen entstehen. Was also bleibt: „Die Planungen werden nicht mehr verfolgt“, bilanziert die Wirtschaftsförderung. „Die Lenkungsgruppe Gesundheits-/Sportpark kann aufgelöst werden.“