OB begrüßt Votum für Sekundarschule

Oberbürgermeister Bernd Tischler (SPD) freut sich, dass nach dem Elternwillen die Sekundarschule in Kirchhellen kommt. Er spricht von der „größten städtischen Bildungsinvestition der letzten Jahrzehnte“. Die FDP dagegen bleibt skeptisch.

Sie mahnt, die neue Sekundarschule nicht gegenüber den anderen weiterführenden Schulen besser zu stellen. „Es darf keine Schulen erster und zweiter Klasse geben!“, sagte Kreisvorsitzender Andreas Bucksteeg. „Wir wollen unseren Kindern ein reichhaltiges Schulangebot bieten und keine Schulform finanziell und materiell bevorzugen“, erklärte der Liberale. Anders als die meisten Parteien im Rat steht die FDP der neuen Schule skeptisch gegenüber.

Wie berichtet, wird die Sekundarschule zum kommenden Schuljahr ihren Unterricht aufnehmen. Die Bezirksregierung Münster hatte der WAZ mitgeteilt, dass Eltern mindestens 75 Bottroper Kinder angemeldet haben. Damit ist die nötige Mindestschülerzahl erreicht. Bis die Hauptschule Kirchhellen ausgebaut ist, wird die neue Sekundarschule zunächst in den Schulpavillons an der Gregorstraße starten.

„Ausnahmesituation“

Mit den aktuell auf bis zu acht Millionen Euro bezifferten Kosten für den Umbau der Hauptschule Kirchhellen zur Sekundarschule sei eine Ausnahmesituation erreicht, meint FDP-Vorsitzender Bucksteeg. Das dürfe nicht immer so weitergehen, so dass die anderen Schulen hintenan stünden. „Wenn trotz leerer Kassen Geld für die Sekundarschule da ist, dann müssen auch Mittel für unsere Gesamt- und Realschulen sowie für die drei Gymnasien zur Verfügung gestellt werden.“, fordert Bucksteeg. Es dürfe nicht sein, dass die Sanierungen von Schulen und Sporthallen oder die Anschaffung von Lehrmitteln aufgeschoben werde, weil die Stadt ihr gesamtes Budget in die Sekundarschule stecke.
Die SPD in Kirchhellen sieht durch das Elternvotum für die Sekundarschule „das Schulsystem in Kirchhellen intakt gehalten“: Für sechs Züge von Grundschulkindern seien jetzt auch sechs Züge an weiter führenden Schulen gesichert und damit auch „auf Dauer alle erreichbaren Schulabschlüsse“, sagt Kirchhellens SPD-Ortsvereinschef Willi Stratmann.

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