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Niklas steuert den Pistenbully

12.01.2016 | 17:40 Uhr
Niklas steuert den Pistenbully
Die Arbeit mit dem Pistenbully ist für Niklas Gerdiken nicht nur eine wichtige Aufgabe , sondern macht auch Spaß. So möchte er auch nach seinem Studium gerne weiter mit dem Fahrzeug auf die Piste gehen.Foto: Winfried Labus

Bottrop.   Immer wieder nachts ist er im Alpincenter mit dem tonnenschweren Gefährt unterwegs, um die 640 Meter lange Abfahrt für die Skifahrer zu präparieren.

Wenn sich die Piste leert und die Skifahrer zum Après-Ski übergehen, schlägt die große Stunde von Niklas Gerdiken: Er bringt den 370 PS-Motor auf Touren, gelbe Lampen rotieren, weiße tauchen den Schnee in grelles Licht und über allem tönt ein schrilles Piepsen. Nahezu jede Nacht ist Niklas Gerdiken mit dem Pistenbully in der Skihalle des Alpincenters unterwegs, um die Pisten zu präparieren.

„Diese Arbeit kann man natürlich nur abseits des Skitrubels machen - also nachts oder frühmorgens, bevor die ersten Skifahrer kommen“, erklärt Niklas. Der Student des Maschinenbaus an der Universität Dortmund arbeitet seit 2008 im Bottroper Alpincenter. „Angefangen hat’s als Studentenjob im Skiverleih“, erinnert sich der 25-Jährige. Als ausgebildeter Skilehrer unterstützte er dann schnell auch die Skischule „und plötzlich durfte ich den Pistenbully fahren“, erzählt Niklas lachend. Klar, durch sein Studium habe er natürlich entsprechendes Hintergrundwissen.

„Aber ich hab’ mich schon immer für Technik begeistert“, so Niklas. „Alles, was sich dreht, bewegt und mit Motoren zu tun hat, ist mein Ding!“ Mit drei Jahren habe er zum ersten Mal auf Skiern gestanden und fasziniert den Pistenbullies zugeschaut. „Aber dass sich alles so zusammenfügt und ich selbst mal so ein Gefährt fahren würde, hätte ich nie gedacht“, meint Niklas und fügt schmunzelnd hinzu. „Das ist schon ein schönes großes Männerspielzeug!“

Niklas Gerdiken ist nicht nur für die Pistenpflege zuständig, sondern hat auch schneemaschinen und Kühlung des Alpincenters im Blick. Foto: Winfried Labus

So viel Spaß Niklas Gerdiken das Fahren des fünfeinhalb Meter breiten und zehn Meter langen Pistenbullies über die 640 Meter lange Abfahrt im Alpincenter macht, so wichtig ist auch seine Aufgabe: „Jede Nacht muss der Schnee, den die Skifahrer ins Tal befördert haben wieder nach oben geschafft und Spurrillen ausgeglichen werden“, erklärt Niklas. „Da bewegt man schon etliche Tonnen Schnee und letztlich muss die Piste perfekt präpariert sein, um die Verletzungsgefahr zu minimieren.“ Verdreckter Schnee wird regelmäßig zum Abschmelzen aus der Halle gefahren, Neuschnee nach Bedarf mit riesigen Schneemaschinen produziert.

Insgesamt gehören vier Mitarbeiter zu dem eingespielten Team, dass die Piste pflegt. „Einmal in der Woche führe ich eine Inspektion des Pistenfahrzeugs durch und pflege alle beweglichen Teile mit der Fettspritze“, erläutert der Student, der sich auch nicht scheut an dem gigantischen Fahrzeug mal etwas zu reparieren. „Die Kühlwasserschläuche sind schon mal durchgescheuert und müssen gewechselt werden.“ Und einmal sei auch eine Kette gerissen. „Klar, haben wir die Reparatur selbst erledigt!“ Und was macht Niklas Gerdiken in seiner Freizeit. „Naja, das Pistenbully-Fahren mache ich ja in meiner Freizeit neben dem Studium. Zudem fahre ich auch gerne Ski und Jetski.“

Andrea Kleemann

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