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Bistum schließt sieben...

Nicht unerwartet

04.12.2007 | 15:34 Uhr

Die große Überraschung war für die Politik der Entschluss des Bistums nicht, Kindergärten zu schließen. Aber mit dieser Größenordnung - die Rede ist von sieben Einrichtungen - hat Hans Schürmann als Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses nicht gerechnet

Von Marie-Luise Schmand

Die große Überraschung war für die Politik der Entschluss des Bistums nicht, Kindergärten zu schließen. Aber mit dieser Größenordnung - die Rede ist von sieben Einrichtungen - hat Hans Schürmann als Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses nicht gerechnet, „und ich bin auch ein Stück empört”, erklärt der CDU-Politiker. Denn die Landespolitik sei der Kath. Kirche bei den Verhandlungen über das neue Kinderbildungsgesetz entgegengekommen, habe den Trägeranteil der Kirche von 20 auf 12 % zurückgefahren. „Wir waren zuversichtlich, dass nicht nur der Anteil der Katholischen Kinder zählt, sondern auch die soziale Verantwortung. Das gilt auch im Bottroper Süden, wo ein hoher Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund die Kindergärten besucht.” Geplant sind Schließungen u. a. in der Welheimer Mark, in Vonderort und in Lehmkuhle. Die Verwaltung, die sicherlich nicht alle sieben Kindergärten übernehmen werde, benötige nun als erstes einen Zeitplan der geplanten Schließungen. Renate Palberg (SPD) reagiert „bestürzt” auf die kurzfristige zeitliche Perspektive und bittet OB Noetzel für die Ratssitzung am 11. Dezember um eine Einschätzung der (finanziellen) Auswirkungen auf die Stadt. „Der Entschluss setzt die Stadt unter mächtigen Zeitdruck”, betont Michael Gerber (DKP).  „Für uns ist entscheidend, dass der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz erhalten bleibt.” Heiko Dobrindt (ÖDP) bedauert die Bistums-Entscheidung, weist aber auf das Engagement der Kirche in früheren Jahren hin. Aus seiner Sicht ist konkret eine Übernahme der Einrichtungen St. Suitbert und St. Antonius in städtische Hand unumgänglich. Andrea Swoboda (Grüne) hätte sich mehr Gespräche und eine bessere Abstimmung mit dem Bistum gewünscht. Allerdings habe auf der Hand gelegen, dass in manchen Einrichtungen Kapazitäten nicht ganz ausgeschöpft wurden.

Von Marie-Luise Schmand

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