Neues Wohnquartier am Bottroper Stadtpark

Auf dem Gelände des grünen Bauhofs und der Gärtnerei wird ein neues Wohnquartier gebaut.
Auf dem Gelände des grünen Bauhofs und der Gärtnerei wird ein neues Wohnquartier gebaut.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Sechzig bis hundert Wohnungen sollen in der Nähe des Overbeckshofs gebaut werden. Die Bürger reden auf einer Versammlung über diese Pläne mit.

Bottrop..  In dem neuen Wohnquartier am Rande des Stadtgartens werden in der Nähe des Overbeckshofs voraussichtlich zwischen 60 und 100 Wohnungen gebaut. Davon geht Stadtsprecher Andreas Pläsken aus. „Wie viele es am Ende genau sein werden, hängt von der konkreten Gestaltung des Quartiers ab“, sagte Pläsken. Auch die Bürger werden aber zunächst darüber mitreden, wie das neue Wohngebiet auf dem Gelände der alten Stadtgärtnerei an der Hans-Böckler-Straße aussehen soll. „Es wird dazu auf jeden Fall eine Bürgerversammlung geben. Da werden den Bürgern dann die unterschiedlichen Varianten des Quartiers präsentiert“, sagte Pläsken.

Hohe Grundstückspreise

Fest steht, dass die Stadtplaner auf dem rund 18 000 Quadratmeter großen Gelände am Stadtpark hochwertiges Wohnen vorsehen. „Es sollte etwas Gehobenes werden. Schließlich handelt es sich um eine Filet-Lage“, betonte der Stadtsprecher. Auch Baudezernent Norbert Höving hatte schon die ausgesprochen gute Lage des Quartiers am Rande des Stadtparks hervorgehoben. „Wer hier zukünftig wohnen wird, hat das Grün direkt vor seiner Haustür“, sagte er.

Geplant ist dort ein Mix an Häuserformen. Neben hochwertigen Eigentumswohnungen sind auch Mietshäuser im Gespräch. An der Hans-Böckler-Straße etwa sehen die Stadtplaner einen Riegel aus dreigeschossigen Häusern vor. Altersgerechte Wohnungen gehören ebenso zu den Planungsvarianten. Allerdings gehen die Stadtplaner davon aus, dass sich das Gelände „wegen der zu erwartenden hohen Grundstückspreise besonders für Wohnungseigentum anbietet“.

Das zukünftige Baugelände ist Eigentum der Stadt. Mit dem Verkauf des Geländes erhofft sie sich eine Einnahme von mehreren Millionen Euro. „Konservativ betrachtet ist an der Hans-Böckler-Straße vorne von Bodenwerten um 300 Euro je Quadratmeter auszugehen und im Hinterland von 360 Euro“, sagte Stadtsprecher Pläsken. Wenn auch nur die Hälfte des Geländes zu Bauland wird, kann die Stadt mit einem Erlös von gut drei Millionen Euro rechnen. Wie berichtet, hatte sich das seit 2010 vorangetriebene Bauvorhaben am Stadtpark verzögert, weil dazu der grüne Bauhof verlegt werden muss. Inzwischen ist geklärt, dass Bauhof und Gärtnerei an die Brakerstraße umziehen, so dass die Stadt ihre Baupläne nun umsetzen will.