Neue Medien in den Schulen

Rund 40 Besucher waren zu der Diskussionsveranstaltung gekommen.
Rund 40 Besucher waren zu der Diskussionsveranstaltung gekommen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Digital-Experten der CDU hatten zur Diskussion zm Thema Digitalisierung eingeladen. Die umfasst gerade in der Schule schon längst mehr als den Computerraum.

Bottrop..  Dass der Begriff der „Digitalisierung“ heute mehr umfasst, als nur den Computerraum in der Schule, wurde am Montag bei einer Diskussionsveranstaltung des CDU-Ortsverbandes Kirchhellen schnell deutlich. Unter dem Leitsatz „Digitalisierung - Chancen nutzen, Risiken minimieren“, ging es bei der mit rund 40 Interessierten besuchten Veranstaltung im Forsthaus Specht nicht nur um die technische Ausstattung von Schulen, sondern auch um die vielfältigen Rahmenbedingungen, die eine Nutzung neuer Medien an Schulen mit sich bringt.

Landtagsabgeordnete Anette Bunse zeigte auf, dass die Nutzung neuer Medien zwar zum heutigen Alltag fast aller Kinder und Jugendlichen gehöre, sie aber nicht automatisch kompetente Nutzer seien. Zu den Vorbehalten vieler Eltern gehörten daher auch die Angst vor einem unkontrollierten Internetzugriff und eine mögliche Ablenkung vom Unterrichtsgeschehen durch Tabletcomputer und PCs.

Robert Stein, digitalpolitischer Experte und ebenfalls Landtagsabgeordneter, Lieferte eine Übersicht über die derzeit in Bottrop laufenden Maßnahmen im Zuge der Digitalisierung an Schulen. Bei einer jährlichen Investitionssumme von rund 250 000 Euro sah Stein noch „Luft nach oben“.

Bundestagsabgeordneter und Bildungsexperte Sven Volmering warb trotz berechtigter Vorbehalte dafür, den Anschluss an die Digitalisierung nicht aufzugeben. Im Gegensatz zu vielen asiatischen und skandinavischen Ländern spiele Deutschland im Moment nur „Kreisklasse“.

Guido Tews, Leiter des Berufskollegs, wies auf die Aktualisierungen von Hard- und Software spätestens alle vier Jahre und die damit verbundene finanzielle Belastung hin.