Nahtloser Übergang
02.07.2012 | 17:23 Uhr 2012-07-02T17:23:00+0200
Bottrop. Auf dem Gebrauchtwagenplatz vor der Tür wird noch der Kies gefegt, bevor die ersten neuen „alten“ Fahrzeuge kommen im Verkaufsraum stehen schon erste Neuwagen, weitere sind im Anmarsch, damit sich bei den Kunden bald wieder das vertraute Bild einstellt: Am angestammten BMW-Standort an der Gladbecker Straße am Prosper-III-Gelände hat sich übers Wochenende nur der Name geändert. Pro Car ging am Samstag - Felix Automobile GmbH kam am Montag.
„Das war uns wichtig: dass der Betrieb nahtlos übergeht“, sagt Geschäftsführer Heiner Trimbusch. Und den Kunden wird auch das Team weitgehend vertraut sein: Die Service-Mannschaft ist insgesamt von Procar übernommen worden, auch viele Mitarbeiter des Verkaufs.
Wie berichtet, hat sich das Vorgänger-Unternehmen Procar aus Bottrop zurückgezogen. Dem Autobauer aus München war es aber wichtig, mit seiner Marke am Ort zu bleiben und mit der Firma Felix Automobile GmbH gelang das. Das Unternehmen gehört zu einem Firmenverbund mit Sitz in Duisburg, zu dem auch die Firma Kruft in Oberhausen gehört. Der Verbund ist ein 100%iges Familienunternehmen, das bereits seit Jahrzehnten im westlichen Ruhrgebiet tätig ist.
Man setze auf Kontinuität, versuche aber dabei, die vorhandenen Strukturen zu optimieren. So zeichnet für BMW in Bottrop künftig ein eigener Geschäftsführer verantwortlich – ein Novum. Heiner Trimbusch (58), ein erfahrener BMW-Mann, wurde eigens für die Aufgabe als Chef vor Ort verpflichtet und wird mit dem Serviceleiter und Prokuristen Frank Lange ein Team bilden.
Das kann sich dabei auf 44 Mitarbeiter der bisherigen Stammbelegschaft und neun Azubis verlassen. Zudem wurden weitere sechs Spezialisten eingestellt, um allen Anforderungen der BMW-Technik gerecht zu werden.
Zu den Neuerungen gehört auch, dass die Buchhaltung künftig an der Gladbecker Straße angesiedelt ist. Gleiches gilt für die Disposition. „Wir sind von diesem Standort überzeugt“, begründet Heiner Trimbusch die Umorganisation, die zugleich Ausdruck der gewachsenen Verantwortung sei, die der Eigentümer der Mannschaft vor Ort zubilligt.
Nach 25 Jahren in verschiedenen Bereichen des Münchner BMW-Konzerns freut sich der gebürtige Unnaer Trimbuch jedenfalls auf die neue Herausforderung im Ruhrgebiet.
Mittelfristig möchte sich „Felix“ vergrößern, zumal man mit dem Mini ja noch eine zweite Auto-Marke im Haus hat, die auch ihren Platz braucht. Am jetzigen Standort kann man nicht expandieren, um 4000 auf dann 11 000 qm wachsen könnte man, wenn sich ein Neubau auf dem in der Nähe liegenden Cargo-Grundstück verwirklichen ließe.
Das Sackers-Grundstück, das Procar für seine Erweiterungswünsche nutzen wollte, ist kein Thema mehr - die Stadt will die Pläne „beerdigen“.

00:23
warum denn nicht gleich so?
Das Enning-Gelände war und ist ideal, jahrelang wurde es von Procar vor einem Verkauf blockiert, warum?
Hoffentlich entsteht wieder eine richtige Autostraße mit vielen verschiedenen Marken, so wie es schon mal war!