Nadelöhr

Movie Park..  Wut, Entrüstung, und absolutes Unverständnis macht sich breit, wenn man Zeuge des Verkehrschaos am Movie Park in Feldhausen sein durfte.

Am Ende der letzten Parksaison setzte sich eine Expertenrunde aus Polizei, Straßenverkehrsamt und Parkvertretern zusammen mit der Vorgabe, einen Maßnahmenkatalog zur zukünftigen Verkehrsregulierung der Besucherströme zu erarbeiten. Schon am ersten Tag der Parköffnung 2015 offenbart sich allerdings, dass die Ergebnisse dieser „sachkundigen“ Diskussion ernüchternd kümmerlich sind.

Bedenkt man, dass mit einem steuerfinanziertem Millionenbetrag und einem schmerzlichen Eingriff in die Natur eine zusätzliche Verkehrsanbindung geschaffen wurde, die offensichtlich nichts bringt, so steigt die Wut umso mehr.

Dabei ist die Lösung denkbar einfach: Die Betreiber des Filmparks müssen endlich in die Pflicht genommen werden, das Nadelöhr Parkplatzzuweisung professionell zu gestalten. Geschultes und zahlenmäßig ausreichendes Personal, straffe Organisation und flexible Ausnutzung aller Einlassschranken bei paralleler Zuweisung auf alle Parkplätze würden keine Stillstandzeiten des fließenden Besucherstroms hervorrufen.

Gleichzeitig muss das Straßenverkehrsamt endlich eine informelle Beschilderung der Parkplätze und Parkanlagen gewährleisten. Beistand durch teure Stauberatungsinstitute ist im vorliegenden Fall überflüssig und verdeutlicht nur die offenkundige Hilflosigkeit der beteiligten Fachbereiche.

Die seit Jahren verkehrsgeplagten Feldhausener haben es mittlerweile mehr als verdient ihren Stadtteil Stau frei zu genießen. Nur mit wiederkehrenden niedlichen Nachbarschaftsfesten können die Parkbetreiber ihre selbst verschuldeten Probleme nicht weglächeln. Roland Kalina