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Nach dem Fest ins Fitnessstudio

31.12.2015 | 10:00 Uhr
Nach dem Fest ins Fitnessstudio
Der Weihnachtsspeck muss weg: Der Sportpark Stadtwald in Bottrop hat auch Silvester geöffnet. Hier trainieren gerade Andreas Borchert und Hans-Werner Bork (v.l.) mit Stefan Witzel (r.) vom Studio.Foto: Winfried Labus

Die Feiertagspfunde los werden oder allgemein das körperliche Wohlbefinden steigern: Orte wie der Sportpark haben jetzt wieder Hochkonjunktur

Der Jahreswechsel ist für viele Bottroper stets auch die Zeit der guten Vorsätze: Mehr Sport treiben, ein paar Pfunde verlieren, gesünder leben. Hochmotiviert führt der Weg dann ins Fitnessstudio. „Manche warten gar nicht auf den Jahresbeginn, sondern starten gleich nach den Weihnachtstagen“, berichtet Rolf Winking, Inhaber und Geschäftsführer im Sportpark Stadtwald. „Und zu Jahresanfang kommen dann erfahrungsgemäß noch mehr, um ihre guten Vorsätze in die Tat umzusetzen.“

Realistische Ziele setzen

Doch wer kennt das nicht? Trotz aller guten Vorsätze, räkelt sich dann doch der innere Schweinehund, lässt alte Gewohnheiten aufleben und die Couch wesentlich gemütlicher erscheinen. Auch Hans-Werner Bork und Andreas Borchert kennen - oder besser: kannten - dieses Problem, hatten schwer dagegen zu kämpfen. „Es ist eine große Herausforderung, den inneren Schweinehund zu besiegen“, so Andreas Borchert. „Darum ist es wichtig, sich realistische Ziele zu setzen, nicht frustriert zu sein und dranzubleiben“, so der 55-Jährige.

„Schon nach wenigen Wochen zeigen sich Erfolge, die motivieren.“ Auch Hans-Werner Bork bestätigt: „Durch das Jammertal muss jeder gehen. Da muss man halt durch, aber dann schwimmt man auf der Erfolgswelle, und es macht so viel Spaß!“

Während Andreas Bochert bereits seit drei Jahren im Sportpark Stadtwald trainiert, ist Hans-Werner Bork erst seit Ende Oktober dabei. „Nach einer Knieoperation bekam ich Lust, mal wieder Gas zu geben“, erzählt Bork. Schließlich sei er früher immer sportlich aktiv gewesen, habe Handball gespielt, doch das sei irgendwann eingeschlafen. Jetzt trainiert der 64-Jährige zweimal wöchentlich Kraft, Ausdauer sowie Gelenke und Rücken. „Es macht so viel Spaß“, so Bork und fügt lachend hinzu: „Ich freue mich jedes Mal, wenn es zum Training geht, den inneren Schweinehund hab’ ich längst vertrieben.“

Als Andreas Borchert (55) sich vor drei Jahren „eine letzte Chance“ im Sportpark gab, hatte er einen langen Frustrationsweg hinter sich: „Über Jahre waren alle Abnehmprogramme schief gelaufen, und beim Joggen bin ich schlichtweg gescheitert“, sagt der Grafenwalder. „Heute weiß ich, dass mir der ganzkörperliche Ansatz fehlte. Ohne Muskulatur lässt es sich schwer laufen.“ Anfangs trainierte Borchert dreimal wöchentlich für eine Stunde. „Und als ich nach drei Monaten Bilanz zog, hatte ich zehn Kilo abgenommen und eine Fitness, von der ich nie zu träumen gewagt hätte“, erinnert er sich. „Der Wohlfühleffekt des Trainings ist so nachhaltig, dass man es nicht mehr missen möchte.“

Auch Männer setzen nicht nur auf Kraft - Zumba als Alternative zum Joggen

Inzwischen trainiert Andreas Borchert fünf bis acht Stunden in der Woche und schätzt vor allem die Kurse, die im Sportpark angeboten werden. „Beim „Push and Pull“ (Arbeit mit Gewichten), „Functional Training“ und „Bodyshape“ (Training der Tiefenmuskulatur) ist er ebenso dabei wie beim Zumba.

„Ja, Zumba“, lacht Borchert. „Klar, bin ich der einzige Mann, aber was soll’s! Ich fühle mich gut dabei, und es ist eine wunderbare Alternative zum Joggen. Es macht Spaß, und die Zeit vergeht wie im Flug.“

Gleich nach Weihnachten machten sich Hans-Werner Bork und Andreas Borchert natürlich daran, den kalorienbombigen Festtagen mit gezieltem Training entgegenzutreten. Für das kommende Jahr haben die beiden keine sportlichen Vorsätze. „Es ist prima, wenn ich mein Level halten kann“, meint Hans-Werner Bork. Und auch Andreas Borchert setzt sich keine neuen Ziele: „Der Weihnachtsspeck muss weg, und ich werde weiterhin offen sein, im Training Neues auszuprobieren.“

Übrigens: Joggen ist für den Grafenwälder heute kein Problem mehr. „Bin ich früher an drei Kilometern gescheitert, so jogge ich heute locker fünf Kilometer zum Aufwärmen.“

Andrea Kleemann

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2015-12-31 10:00
Bottrop