Morgen beginnt das Musik-Fest für die Königin

In diesem Jahr eröffnet das Bistum die Reihe seiner „Sommerlichen Orgelkonzerte“ in Bottrop - und das gleich mit einer Premiere. Erstmals wird beim Konzert in Liebfrauen auf dem Eigen der Bottroper Kammerchor mit von der Partie sein. In der Pause des ausgedehnten Musikabends haben alle Besucher darüber hinaus auch Gelegenheit, einen Imbiss zu sich zu nehmen.

Auch an den darauf folgenden sechs Mittwochabenden steht die große Seifert-Orgel in Liebfrauen wieder im Zentrum. Vor allem in der Kombination mit der historischen Chororgel des englischen Orgelbauers Postill aus der Mitte des19. Jahrhunderts eröffnen sich in dem großen neugotischen Gotteshaus romantische bis spätromantische Klangwelten.

Catering für Besucher in der Pause

Die klangliche Vielfalt der Orgel, der das englische Werk als Fernorgel zugeschaltet werden kann, stellt sich bereits beim Eröffnungskonzert dar. Bereits im ersten Teil erklingen drei Bachmotetten mit dem Bottroper Kammerchor unter Leitung von Friedrich Storfinger, dem langjährigen Kirchenmusiker an Liebfrauen, aber auch ein „Magnificat“ des englischen Romantikers Charles Villiers Standford. Dazu gesellen sich neben Wolfgang Schwering an der Orgel noch der Cellist Tobias Sikora und Joannis Babaloukas am Kontrabass.

Romantisch gerät der zweite Teil des Eröffnungsabends mit dem „Diptyque“ für Oboe und Orgel von Gaston Litaize und Josef Rheinbergers „Zwei Stücken für Oboe und Orgel - Andante pastorale - Rhapsodie“, interpretiert von Friedrich Storfinger an der Orgel und Andreas Schneider (Oboe).

Für einen wahrhaft pompösen Abschluss sorgt dann Storfinger als Solist an „seinem“ früheren Instrument. Mit französischen und englischen Werken des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts - darunter die abschließende Orgelbearbeitung von Edward Elgars viertem „Pomp and Circumstance“-Marsch endet der Eröffnungsabend.

Den eigentlichen Konzertreigen eröffnet Jörg Nitschke aus Essen am 1. Juli in Liebfrauen mit einer schönen Auswahl von Werken Johann Sebastian Bachs und César Francks in kontrastreichem Wechselspiel. An den folgenden Mittwochabenden sind Ulrich Isfort aus Schwelm, Siegfried Kühbacher aus Essen, Marcus Strümpe aus Duisburg, Horst Remmetz aus Oberhausen und der Essener Wolfgang Kessler mit ausgewählten Programmen zu erleben.

Wer die Bottroper Konzerte verpassen sollte, hat jeweils am Montag davor in der Propsteikirche St. Urbanus in Buer oder am Freitag danach in St. Ludgerus in Essen-Rütenscheid Gelegenheit, das jeweilige Programm zu hören.