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Mit Rampe für Bahnhof Boy zufrieden geben

23.07.2012 | 12:26 Uhr
Mit Rampe für Bahnhof Boy zufrieden geben
Zur Bahnstation in der Boy haben Fahrgäste bis jetzt nur über Treppenstufen Zugang. Foto: Birgit Schweizer

Bottrop. Die FDP fragt sich, ob beim angestrebten barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Boy ein stufenfreier Zugang über eine Rampe nicht doch die bessere Lösung ist.

Denn vertraglich sei die Deutsche Bahn (DB) nur zu einem Ausbau per Rampe verpflichtet, wenn die Finanzierung durch Bund und Land gesichert sei, schließt FDP-Ratsfrau Ruth Becker aus einem Schreiben der DB Station & Service an ihre Partei. Bei einem in Bottrop bevorzugten Einbau von Aufzügen sei die Finanzierung hingegen nicht geklärt. „Durch die Bahnreform ist die DB ein Unternehmen, das die Leistung erbringt, die bei ihr bestellt und bezahlt wird“, meint Ruth Becker. Sie hält es daher nicht für realistisch, dass die DB die geforderten Aufzüge finanziert.

Falls es gelinge, das Geld für den Bau der Aufzüge dennoch aufzubringen, blieben die Kosten für ihren Betrieb. „Aufzüge sind teuer im Betrieb. Sie kosten Strom, müssen gereinigt und instand gehalten sowie irgendwann ersetzt werden“, argumentiert die FDP-Ratsfrau.

Die Städte bleiben auf den Kosten sitzen

Diese Betriebskosten übernehme zunächst zwar die DB Station & Service, lege die Stationskosten jedoch auf die dort haltende DB Regio und die Nord-West-Bahn um. Die beiden Bahnen wiederum reichen die Kosten an den Verkehrsverbund Rhein Ruhr weiter. Diesen finanzieren aber der Bund und die Städte. „Da der Bundeszuschuss nicht steigen wird, bleibt der Mehraufwand bei den Kommunen“, betont Ruth Becker. Letztlich blieben die Städte so oder so auch auf den Kosten für den Bau der Aufzüge sitzen.

Die stark verschuldete Stadt Bottrop sollte daher überdenken, wie sie mit ihrem Geld umgehe. „Angesichts schwacher Nutzerzahlen und leerer öffentlicher Kassen müssen wir uns vielleicht beim behindertengerechten Ausbau mit dem Standardweg zufrieden geben“, meint die FDP-Ratsfrau – also mit dem Bau einer Rampe.

Von Norbert Jänecke



Kommentare
25.07.2012
17:38
Stadt bremst jegliche Lösung wg Geldmangel
von eulenspiegel777 | #11

Egal welche Lösung - sobald kommunale Mittel notwendig - kein Weiterkommen. Daher diese lange Eiertanz. Wenn .... dann, wenn wir denn nun wirlich wüssten und schriftlich vorlägen hätten wie teuer, wer finanziert, wer trägt welche Folgekosten - aber das will anscheinend keiner der Entscheidungsträger - diskutieren ist ja auch schön und suggeriert den Betroffenen man wäre in Ihrem Sinne tätig - also tanzen wir weiter.

Vorhin wurde in der WAZ ein Artikel zu den geplanten Streichungen im Haushalt incl Personalabbau öffentlich gemacht. Da wird eine Lösung für den Zugang zum Bahnhof wohl erst im nächsten Jahrhundert real umgesetzt werden.

1 Antwort
Mit Rampe für Bahnhof Boy zufrieden geben
von stesocom | #11-1

Sehe ich leider auch so!

25.07.2012
14:11
Sei es `drum....
von stesocom | #10

....(Zusatz zu # 8).....Sei es `drum! Auch bei Einhaltung der DIN 18024-1 wäre die Rampe eine kostengünstigere Alternative, als ein Fahrstuhl. Sollte allerdings hier wie üblich die Kreativität der Beamten fehlten, so müsste doch nun schnellstens an einer Lösung gefeilt werden; sprich der Startschuss für den Bau von Fahrstühlen vorangetrieben werden, gell....
Stefan Soppe

25.07.2012
14:07
Zusatz
von stesocom | #9

....Sei es `drum! Auch bei Einhaltung der DIN 18024-1 wäre die Rampe eine kostengünstigere Alternative, als ein Fahrstuhl. Sollte allerdings hier wie üblich die Kreativität der Beamten fehlten, so müsste doch nun schnellstens an einer Lösung gefeilt werden; sprich der Startschuss für den Bau von Fahrstühlen vorangetrieben werden, gell....
Stefan Soppe

25.07.2012
13:58
Rampe oder Fahrstuhl!!!.... Wie hätten Sie es gerne?
von stesocom | #8

@ leghorn 6

Es ist völlig korrekt, dass Sie die Bauvorschrift DIN 18024-1 hier mit anbringen. Ein Neigungsgrad von max. 6 % würde ohne Zweifel eine Rampe in der Länge von gut 100 Meter bei ca. 6 Meter Höhendifferenz hervorbringen. Trotzdem ist diese Rampe machbar. Der Bahnhof Bottrop Boy zeichnet sich vor allem durch einen sehr weiträumigen Bahnsteig mit einen Hangbereich samt Bahnsteig von gut 8 Metern Durchmesser auf beiden Seiten zu den Gleisen aus. Dieser Hangbereich kann durch zwei sich wendende Rampenteilstücke zu je 50 Meter genutzt werden. Ebenfalls kann man notfalls auch eine Sondergenehmigung für eine Steigung von bis zu 7,99 % Neigungsgrad anfordern, was die Länge minimiert. Dieses wurde bereits erfolgreich bei anderen Bahnhofsrampenbebauungen durchgeführt. Hie hat interessanter Weise die DB AG aus Kostengründen selber um eine Ausnahmegenehmigung gebeten, wobei sich für Bottrop die Frage stellt, warum und wieso die Verwaltung hier nicht schnellst möglich agiert. Sei es `dr

24.07.2012
17:39
Mit Rampe für Bahnhof Boy zufrieden geben
von Westwind | #7

#6 leghorn
Wenn Sie eine Rampe für nicht praktikabel halten, ist dann eine auf dem Bahnsteig eingeschlossene Person erstrebenswert?! Wie mehrfach zitiert ist genau das in GE-Buer-Nord geschehen. Freiheitsberaubung durch Vandalismus? Wollen Sie DAS ?!

1 Antwort
Mit Rampe für Bahnhof Boy zufrieden geben
von leghorn | #7-1

Erfreuen Sie uns doch noch mehr mit volkstümlicher Rethorik, die die reale Welt vollkommen außer acht läßt und nichts mit der Problematik in diesem Artikel zu tun hat. Bitte machen Sie Vorschläge zur Sache, die den Betroffenen auch helfen können und beherzen die Reihenfolge: Lesen, Denken, Schreiben.

Falls die Rampe nicht kompakter gebaut werden kann bspw. wegen der seitlichen Begrenzung des Bahnhos durch zwei Häuser , endet sie außerhalb des Bahnhofs im Grünen.

Um Ihre Worte zu benutzen: Wollen Sie, dass Gehbehinderte in den Sträuchern am Bahndamm stecken bleiben und von den dort lebenden wilden Brombeeren zerstochen werden? WOLLEN SIE DAS?

24.07.2012
16:11
Mit Rampe für Bahnhof Boy zufrieden geben
von leghorn | #6

Wie lang müssten die beiden Rampen denn werden, um Rollisten die Befahrung zu ermöglichen. Die einschlägigen Bauvorschriften DIN 18024-1 setzen einen max. Neigungsgrad von 6 % voraus. Das entspricht bei einer Höhendifferenz von 6 Metern einer Rampenlänge von 100m. Zusätzlich schreiben die Vorschriften in diesem Fall 16 Zwischenpodeste von jeweils 1,50m vor. Hinzu kommt ein Bewegungsraum jeweils am Anfang und Ende der Rampe ebenfalls von mindesten 1,50m.
Eine Verschachtelung der Rampen ist m.E. aus Platzgründen nicht möglich.
Hat sich mit diesen Ausmaßen schon jemand von der FDP befasst, bevor volksnahe Vorschläge generiert wurden?

1 Antwort
Fragen wir doch den der dafür bezahlt wird
von juppko | #6-1

WAZ 25.5.2012:
"150 Meter müsste so eine Rampe lang sein, das ist schon für einen gesunden Menschen eine anstrengende Slalomstrecke“, sagt der technische Beigeordnete Norbert Höving

24.07.2012
11:18
Mit Rampe für Bahnhof Boy zufrieden geben
von Westwind | #5

Wer´s immer noch nicht verstanden oder akzeptiert hat, lese bitte den WAZ-Artikel aus GE-Buer von dem Haltepunkt Buer-Nord, der ebenfalls von der S9 bedient wird: "Mobilität-
Bahn bedauert unfreiwilligen Zwischenstopp" WAZ, 25.6.2012. Ein auf den Rollstuhl angewiesener Mann konnte den Bahnsteig nicht verlassen, da wegen Vandalismus zum unzähligsten mal der Aufzug außer Betrieb war. Deratige Vorkommnisse sind bei dem Umfeld des Haltepunktes BOT-Boy ebenfalls so sicher, wie das Amen in der Kirche. Und wem nützt dann dieser kostspielige Aufzug?! Eine Rampe ist und bleibt die einzig sinnvolle Lösung.

24.07.2012
09:53
Mit Rampe für Bahnhof Boy zufrieden geben
von HerrGrau | #4

Inzwischen muss ich sagen das ich persönlich schon zufrieden währe wenn die anfangen würden zu Bauen.

Betreffend der Abschaffung: Auch wenn der Bahnhof nicht zu den am stärksten Genutzten gehört so wird er doch genutzt. Als ich noch in der Boy gewohnt habe nutzte ich ihn um schnell nach Essen zu kommen.

Und als ich am HBF gewohnt habe nutze ich den Boyer Bahnhof um zu meiner Ausbildungsstelle in der Boy zu kommen. Das war um einiges schneller als erst mit dem Bus zur Stadt und dann erst zur Boy.

Ein weiterer Punkt ist das gerade ältere Menschen und Behinderten die möglichkeit gegeben werden muss schnell die Bahn zu nutzen. Das gilt natrülich auch für Eltern mit Kinderwagen.

24.07.2012
08:23
Mit Rampe für Bahnhof Boy zufrieden geben
von stesocom | #3

Frau Becker, dito! Mein Reden, gell.....

23.07.2012
19:14
Mit Rampe für Bahnhof Boy zufrieden geben
von OmeiOmei | #2

Schreipfehlerkorrektur:

man sollte den Bahnhof Boy und auf den Hbf ganz abschaffen

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