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Bottrop

Mit feurigen Häppchen und der gottesfürchtigen Eselin

18.01.2010 | 10:00 Uhr

Bottrop. Am 18. Juni beginnt die „Nacht der offenen Gotteshäuser”

Auch die Kirchen in Bottrop beteiligen sich - wie berichtet - mit Angeboten wie den Stadttouren zu Orten religiösen Lebens oder der Lesewand am kath. Stadthaus am Programm des Kulturhauptstadtjahres. Das größte gesamtkirchliche Projekt ist eingebettet in die „local-heroes”-Woche, die Bottrop vom 13. bis 19. Juni ein Forum bietet für eigene Initiativen. In der „Nacht der offenen Gotteshäuser” vom 18. auf den 19. Juni öffnen 18 katholische und evangelische Kirchen sowie vier Moscheen ihre Türen. Im Innern setzt jede Gemeinde ihre eigenen Akzente, doch liegt der Schwerpunkt auf Musik.

Stadtdechant Johannes Knoblauch wünscht sich vor dem Hintergrund der Strukturreform der kath. Kirchen von der langen Kirchen-Nacht ein Signal: „Man soll sehen, dass in den Gemeinden das Leben weitergeht.”

In der Heilig Kreuz-Kirche führt der Projektkinderchor das Musical „die Geschichte von Bileam und seiner gottesfürchtigen Eselin” auf. Im weiteren Verlauf der Nacht lädt der Da-Capo-Chor zu Musikmeditationen ein. Biblische Impressionen werden den Besuchern in der Propsteikirche St. Cyriakus vermittelt, in der Liebfrauen-Kirche steht ein Orgelkonzert auf dem Programm. In St. Josef wird eine musikalische Kirchenführung angeboten, begleitet von Orgel-Improvisationen, und der Chor Buona Novella singt Lieder aus Taize. In St. Ludgerus gehen die Gäste auf eine „Entdeckungsreise durch Raum und Zeit”. Stationen sind dabei nicht nur der Kirchenraum, sondern auch biblische Liebeslyrik aus dem Hohelied. Der Gast findet auch Angebote zur Meditation und Musik.

Die ev. Martinskirche lädt ein, die „blaue Stunde” bewusst zu genießen: Mit Klangexperimenten und einer Gute-Nacht-Geschichte für Kinder, für die Erwachsenen mit Gospelsongs und einem Nachtgespräch zwischen Jesus Christus und Nikodemus. Für Essen und Getränke soll gesorgt sein. Das gilt auch für das Martin-Niemöller-Haus, wo um Mitternacht die „fuhlenbrocker erlebnis theaterwerkstatt” für Jugendliche das Schauspiel „Sehnsucht” aufführt.

An der Gnadenkirche steht die Nacht unter dem Motto „Feuer und Flamme”. Die Männerkochgruppe bereitet feurige Häppchen vor, am Lagerfeuer erklingt Gesang, und im Innern der Kirche hören die Besucher Sopranistin Elisabeth Otzisk und Johannes Penkalla (Trompete). Zum Abschluss spielt der Posaunenchor Händels „Feuerwerksmusik”, dazu steigt ein Feuerwerk in die Höhe. mls

Marie-Luise Schmand

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