MINT: Beliebtheit trifft auf breites Angebot

MINT-Fächer werden immer beliebter – und Bottrop schafft es aus Sicht der Stadt, das gewachsene Interesse mit einem breiten Förderangebot zu bedienen. „Es gibt eine sehr gute und institutionalisierte Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und den Gymnasien, aber auch mit der Berufs- und den Realschulen“, sagt Stadtsprecher Andreas Pläsken.

Bottrop sei zwar schon lange ein Standort, in dem speziell an den Gymnasien naturwissenschaftlich-mathematische Kompetenzen im Fokus stehen, aber durch die Gründung der auf MINT-Förderung spezialisierten „Studienstiftung Grase-dieck“ im Jahr 2013 und vor allem durch die Eröffnung des Campus Hochschule Ruhr West (HRW) im Oktober 2014 habe „das Schiff noch mehr Fahrt aufgenommen“. Bottrop komme so dem gewachsenen Interesse an MINT-Fächern entgegen. Laut Erhebungen des Centrums für Hochschulentwicklung stiegen die Studienanfängerzahlen von 2008 bis 2013 um 32 Prozent in MIN- und um 41 Prozent in T-Fächern. „Es ist schwierig, festzustellen, ob es bei uns auch einen Wachstumstrend gibt, weil es jedes Jahr neue Studienfächer dazukommen“, so HRW-Sprecherin Heike Lücking , „aber auch wir sind sehr zufrieden mit den Bewerberzahlen.“

Mit zahlreichen Projekten versucht die HRW Informatik und Co attraktiv zu machen, das Zukunftszentrum „Mint4U“ koordiniert die Förderung. Zuletzt konnten Schüler Ende März erfahren, wie die Bottroper Firma Agathon Gussformen für Schokolade herstellt.