Minister: Schutz für Tiere und Wald

Das neue Jagdgesetz orientiert sich nach Angaben des Ministers an drei politischen Zielen: Tierschutz, Artenschutz und Waldschutz.

Durch die Aufnahme des Tierschutzes als Staatsziel ins Grundgesetz im Jahre 2002 habe die Bedeutung des Tierschutzes zugenommen. „Praktiken, die mit dem Tierschutz nicht mehr vereinbar sind, sollen künftig untersagt werden.“ Hierzu zählt Remmel die Fallenjagd mit Totschlagfallen, die Baujagd sowie die Ausbildung von Jagdhunden an zuvor flugunfähig gemachten Enten. Zudem wird die bisherige Praxis des Abschusses von Katzen grundsätzlich untersagt. Der Abschuss von Hunden soll nur noch in absoluten Ausnahmen möglich sein, wenn andere und mildere Mittel vorher nicht erfolgreich waren.

Der Katalog der jagdbaren Arten soll in NRW anhand bestimmter Kriterien aktualisiert werden. Mit Blick auf Jagdbilanz 2013/2014 rechnet Remmel vor, die Anzahl der geschossenen Tiere werde sich lediglich um etwa 1 Prozentpunkt reduzieren. Neu aufgenommen in die Liste der jagdbaren Tiere wurde der amerikanische Nerz (Mink) als in Deutschland nicht natürlich vorkommende Art.

Durch zu hohe Wildbestände entstehen in den Wäldern große Verbiss- und Schälschäden, sagt Remmel. Deshalb werde die Bejagungsmöglichkeiten auf Schalenwild verbessert. Die Jagdzeiten für Rehwild und Rothirsch würden entsprechend angepasst.