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Mehr Platz für Kinderwagen in neuen Bussen

14.10.2012 | 17:30 Uhr
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Mehr Platz für Kinderwagen in neuen Bussen
Dieser Platz für Rollstühle, Kinderwagen oder auch Fahrräder wird in den neuen Bussen der Vestischen größer.Foto: Bernd Lauter

Bottrop.   Die Vestische hat elf neue Fahrzeuge mit größerer Plattform bestellt. So passen mehr Menschen, die auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind oder einen Kinderwagen dabei haben in die Busse. Doch das geht auf Kosten der Sitzplätze.

Die Stehplätze auf den Plattformen in den Bussen sind begehrt. Es kommt vor, dass Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen und Rollatornutzer um den engen Raum an der hinteren Tür konkurrieren. An manchen Tagen verlangen dann auch noch Radfahrer Einlass in den Bus oder blockieren bereits die begehrten Plätze. Ein Thema, dass auch den Bottroper Bernhard Koppenborg umtrieb (die WAZ berichtete). Er ist auf einen Elektrorollstuhl angewiesen, musste aber auch schon die Erfahrung machen, dass in dem Bus, den er eigentlich nutzen wollten, kein Platz mehr war, der Fahrer ihn lediglich auf den nächsten vertrösten konnte .

Denn bei der Vestischen gilt, dass wer zuerst im Bus ist, den Platz behalten darf. Andere Unternehmen gewähren Rollstuhlnutzern dagegen Vorrecht, beispielsweise vor Radfahrern. Trotzdem ist sich die Vestische des Problems bewusst. Doch das Nahverkehrsunternehmen hat zu einer anderen Lösung gegriffen. In den neuen Bussen, die die Vestische bestellt hat, ist die Plattform größer.

Gemeinsam mit den anderen Busunternehmen innerhalb der Kooperation östliches Ruhrgebiet hat die Vestische nun – unabhängig von den Neuanschaffungen, die durch den Depotbrand nötig waren – neue Fahrzeuge bestellt. Elf Busse des polnischen Herstellers „Solaris“ verstärken demnächst den Fuhrpark. Das besondere daran: „Die Plattform für die Sondernutzung ist 70 Zentimeter größer“, erklärt Vestische-Sprecher Reimund Kreutzberg. Sie biete also durchaus Platz für einen zusätzlichen Kinderwagen.

Zwei Sitzplätze weniger

Möglich wird das durch den Verzicht auf eine Sitzreihe, sprich zwei Sitzplätze. Denn: „Die Fahrzeuge werden nicht größer und nicht breiter“, so Kreutzberg. Wenn die Plattform größer wird, dann zu Lasten der Sitzplätze. In den neuen Bussen ist die Plattform jedoch durch eine zusätzliche Wand von den Sitzreihen abgetrennt. Darin sind zwei Klappsitze eingebaut. „So fangen wir den Verlust der beiden Plätze zumindest ansatzweise auf“, sagt Kreutzberg.

Von Matthias Düngelhoff

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