Mehr junge „Komasäufer“ in Bottrop

Kurz vor den ersten Höhepunkten der Karnevals-Session im neuen Jahr rüttelt die DAK-Gesundheit mit den neuen Zahlen zum Rauschtrinken auf. Ihr Trend: Das Komasaufen bei Schülern bleibt ein Problem, auch wenn die Zahl der Betroffenen im Bundestrend zurückgeht. In Bottrop allerdings landeten im Jahr 2013 mehr jugendliche Komasäufer in einer Klinik, so die DAK-Gesundheit.

Wettbewerb „bunt statt blau“

Aktuellen Zahlen zufolge kamen in der Stadt 45 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. „Nach bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes stieg die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2012 um 7,1 Prozent. In den vergangenen zehn Jahren gab es eine Steigerung von 114,3 Prozent“, so die DAK.

Besonderer Anlass zur Sorge bereite der Alkoholmissbrauch bei den jüngeren Mädchen und Jungen. In der Altersgruppe der zehn- bis 15-Jährigen hätten in der Region vier Kinder in einer Klinik behandelt werden müssen. „In NRW und bundesweit zeichnet sich beim Rauschtrinken eine erste Trendwende ab. Ich hoffe, dass wir diese positive Entwicklung auch bei uns langfristig erreichen“, sagte Hans-Gerd van Lier, Kundenberater der DAK-Gesundheit in Bottrop. Zur Unterstützung setze die Krankenkasse 2015 die erfolgreiche Aufklärungskampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ in Bottrop fort, kündigte er zugleich an.

Bei dem bundesweiten Wettbewerb „bunt statt blau“ werden Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. Auch die Schulen in der Region seien bereits angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen worden, so die DAK-Gesundheit. An der Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch hätten seit dem Jahr 2010 mehr als 62 000 junge Künstler teilgenommen. Die Kampagne „bunt statt blau“ ist bereits mehrfach ausgezeichnet worden, sie wird von Politikern, Suchtexperten und von Künstlern unterstützt.

Weitere Informationen über diese Aktion gibt es im Internet unter: www.dak.de/buntstattblau. Landesschirmherrin von „bunt statt blau“ ist NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens.