Mehr Bürger bekommen Zuschüsse

Karl-Heinz Maas führt Baudezernent Norbert Höving, Innovation-City-Geschäftsführer Burkhard Drescher und OB Bernd Tischler (v. li.) die Seite vor.
Karl-Heinz Maas führt Baudezernent Norbert Höving, Innovation-City-Geschäftsführer Burkhard Drescher und OB Bernd Tischler (v. li.) die Seite vor.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Hausbesitzer, die ihre Immobilie sanieren, bekommen Geld von der Stadt. Ein spezielles Internetportal als erste Anlaufstelle. Nun profitieren mehr Bottroper.

Bottrop..  Wer im Innovation-City-Gebiet ein Haus besitzt und dort Sanierungsarbeiten durchführen lässt, der kann dafür Geld von der Stadt bekommen. Das gilt seit dem vergangenen Jahr, doch nun sind die Förderrichtlinien noch einmal überarbeitet werden. Damit können nun mehr Hausbesitzer von diesen Zuschüssen profitieren. „Bisher waren 68 Prozent der Wohngebäude im Gebiet abgedeckt, jetzt sind es 86 Prozent“, sagt Oberbürgermeister Bernd Tischler.

Arbeiten an Häusern bis zum Baujahr 1994 werden nun mit diesem Geld gefördert. Außerdem seien in den Förderbedingungen nun auch neuere Techniken wie etwa Wärmepumpen berücksichtigt und die Förderquote für die Erneuerung von Fenstern und Haustüren ist mit der Überarbeitung ebenfalls gestiegen.

„Bisher sind durch das Programm Investitionen in Höhe von 2,4 Millionen Euro ausgelöst worden“, freut sich Tischler. Die durchschnittliche Förderquote liege bei 15 Prozent. Weil von den Aufträgen zu 90 Prozent lokale Betriebe profitieren, kann man fast von einer Art Konjunkturpaket im Kleinen sprechen.

Tischler hofft, dass weiterhin möglichst viele Hausbesitzer ihren Teil vom Fördergeld einfordern, der Topf sei noch gut gefüllt: „Am Geld scheitert’s nicht.“ Schon bisher sei die Antragsstellung vergleichsweise unkompliziert gewesen, sagt Innovation-City-Geschäftsführer Burkhard Drescher mit Blick auf die Antragsstellung bei anderen Förderprogramm von Bund und Land. Nach einer Erstberatung bei Innovation City können sich die Hausbesitzer an die Sanierungsberater der Stadt wenden und mit ihrem Antrag drei Kostenvoranschläge einreichen. Mit der Überarbeitung der Richtlinien soll der Einstieg ins Förderprogramm nun noch einmal erleichtert werden.

Datenbank im Internet

Dafür bietet die Stadt nun ein neues Online-Werkzeug an. Das heißt Energetische Gebäudesanierung in Bottrop – kurz „Egibot“ – und ist auf der Internetseite der Stadt abrufbar. Dort können die Hausbesitzer ihre Adresse eingeben und erfahren dann, um welchen Gebäudetyp es sich bei ihrer Immobilie handelt. Außerdem erfahren die Besitzer dann schon auf einen Blick, welche Arbeiten sich beim betreffenden Gebäudetyp anbieten. Und, wichtig: Auf einen Blick sieht man die maximale Förderquote für die jeweilige Sanierung.

Beispiel: Beim klassischen Reihenhaus, Baujahr zwischen 1949 und 1957, kostet eine Dachsanierung rund 10 650 Euro. Bis zu 16 Prozent dieser Investition gibt es von der Stadt. All diese Angaben sind für die unterschiedlichen Gebäudetypen und Sanierungsvorhaben abrufbar und bieten so einen ersten schnellen Überblick.