Das aktuelle Wetter Bottrop 14°C
Gesundheit

Mehr Betten für die Psychiatrie geplant

17.01.2013 | 20:02 Uhr
Mehr Betten für die Psychiatrie geplant
Das St. Antonius Krankenhaus in Kirchhellen.Foto: Franz Naskrent

Bottrop. Der Umsetzung des neuen Krankenhaus-Rahmenplans 2015 für NRW sehen die Verantwortlichen in den Bottroper Krankenhäusern gelassen, teils sogar erwartungsfroh entgegen. Der Plan des NRW-Gesundheitsministeriums sieht unter anderem den Abbau von Betten in der Chirurgie vor, auf der anderen Seite sollen die Kapazitäten in der Neurologie, Geriatrie und Psychiatrie ausgebaut werden.

Letzteres bestärkt die Katholischen Kliniken Emscher-Lippe GmbH (KKEL) in der Erwartung, die geplante Bettenerweiterung am Standort St. Antonius-Krankenhaus Kirchhellen (Klinik für Psychiatrie/Psychotherapie, Gerontopsychiatrie) tatsächlich umsetzen zu können. Aus den heute 106 Betten im stationären Bereich sollen 120 werden; die Zahl der Tagesklinik-Plätze soll mit 20 konstant bleiben.

„Wir haben noch unter dem alten Krankenhausbedarfsplan den Antrag auf Bettenerweiterung gestellt“, erläutert KKEL-Geschäftsführer Berthold Grunenberg. Vor zwei Jahren wurde das Vorhaben angestoßen und inzwischen ein regionales Planungsverfahren durchgeführt, bei dem Krankenkassen und andere Krankenhäuser eingebunden wurden. „Das regionale Planungsverfahren haben wir geeinigt abgeschlossen“, so Grunewald. Über die Bezirksregierung Münster sei das Verfahren im Spätsommer ans Ministerium weitergegeben worden. „Seitdem warten wir auf die Entscheidung“, sagt Grunewald und fügt auch mit Blick auf den neuen Krankenhaus-Rahmenplan hinzu: „Wir erwarten, dass wird die 120 Betten auch bekommen werden.“

KKH und MHB bleiben gelassen

Die in dem Rahmenplan formulierte Tendenz, Kapazitäten in der Neurologie auszubauen, kann Thomas Tatka, Verwaltungsdirektor im Knappschaftskrankenhaus (KKH), „gut nachvollziehen“. Denn auch für die Neurologie am Knappschaftskrankenhaus sieht Tatka einen Erweiterungsbedarf. In der Chirurgie wiederum sei es so, dass die Verweildauer kürzer werde. „Dadurch ist die Auslastung geringer, aber immer noch sehr gut“, so Tatka, der keine Einschnitte kommen sieht, sondern gegebenenfalls eine Anpassung. Inwiefern dabei eine mögliche Ausweitung der Neurologie mit einer Reduzierung in der Chirurgie zu kompensieren sei, sei noch nicht absehbar. Derzeit verfügt das Haus über 346 stationäre und 12 teilstationäre Betten.

Ganz gelassen bleibt trotz des für NRW angekündigten Bettenabbaus auch die Geschäftsführerin des Marienhospitals (MHB), Dr. Ulrike Ellebrecht: „Wir haben in Bottrop die komfortable Situation, dass wir keinen Überhang haben.“ Soll heißen: In Bottrop verfüge man genau über die Anzahl von Betten, die gemäß der Bevölkerungszahlen notwendig seien. Am Marienhospital sind es aktuell 358 Betten.

Nina Stratmann



Kommentare
18.01.2013
18:19
Mehr Betten für die Psychiatrie geplant
von heindaddel | #2

Es ist zu begrüßen das die Psychiatrie am Antonius in Kirchellen ausgebaut wird.Führenden bottroper Politikern muss eine angemessene Unterbringung garantiert werden.

2 Antworten
Mehr Betten für die Psychiatrie geplant
von noergler2012 | #2-1

Der war gut :-))

Mehr Betten für die Psychiatrie geplant
von Wittmich | #2-2

Wenn schon dann bitte auf die "1",geschlossene Abteilung.

18.01.2013
13:28
Mehr Betten für die Psychiatrie geplant
von noergler2012 | #1

Hoffentlich hat das Personal nicht darunter zu leiden. Habe einen durchaus zufriedenstellenden Aufenthalt im MHB hinter mich gebracht, alle Schwestern und Ärzte haben auch Ihr Bestes getan, aber selbst einem Laien fällt auf, das es zu deutlichen Überlastungen gerade des Pflegepersonals kommt. Zeitweise habe ich sie alle richtig bedauert weil das Arbeitsvolumen sicherlich sehr stressig ist. Wie gesagt, wir als Patienten haben nicht darunter gelitten, bestimmt aber die dort Angestellten.
Es ist schon schade das uns jeder neuer Gesundheitsminister mit neuen Sparplänen überrascht, ohne auch nur im geringsten eine Ahnung von der Belastung dieser Samariter zu haben.

2 Antworten
Pflegenotstand
von computerprinzessin | #1-1

Auch in anderen Krankenhäusern der Umgebung macht sich der Mangel an Pflegekräften bemerkbar. Manch älterer Mensch sehnt sich nach den Zeiten zurück, da in den Kliniken noch echte Samariter, nämlich Ordensschwestern oder Diakonissen tätig waren, für "Gotteslohn"! Die Zeiten sind leider vorbei, dafür kommen ja demnächst die Chinesinnen.

Mehr Betten für die Psychiatrie geplant
von BjoernKW | #1-2

So ehrbar die Arbeit dieser echten Samariter auch ist, vielerorts merkt man ihnen leider oft einen Mangel an fachlicher Kompetenz an. Wirklich ersetzen können Ordensschwestern Fachpersonal daher leider nicht.

Aus dem Ressort
Neugstaltung der Schillerschule fast abgeschlossen
Schule
Die vor vier initiierte Sanierung und anschließende farbliche Neugestaltung der Schillergrundschule im Süden der Stadt konnte jetzt mit Hilfe vieler Akteure fast abgeschlossen werden. In die Konzeption wurden auch die Schüler miteinbezogen. In den Herbstferien wird das Projekt mit der Neufassung des...
Sponsoren helfen Stadt aus der Klemme
Finanzen
Konzerne und Firmen übernehmen Kosten der Kommune und fördern den Sport und die Kultur. Doch auch viele Privatleute unterstützten mit ihrem Geld Projekte, die es sonst kaum geben würde. Der Oberbürgermeister machte die Sponsoringliste jetzt öffentlich.
Hier gehören Feuerwehr und Musik zusammen
Feuerwehr
Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr besteht seit genau 60 Jahren. Er ist der einzige im Umkreis, der mit der Wehr eine Einheit bildet.
Noch mehr Potenzial für Veranstaltungen
Interessengemeinschaft
Das Café „Corretto“ von Yüksel Ucak ist während des Aufenthalts des WAZ-Mobils im Quartier gut besucht. Gäste trinken Kaffee, schwatzen und genießen das schöne Wetter. Yüksel Ucak ist aber nicht nur Inhaber, sondern auch im Vorstand der Interessengemeinschaft (IG) Gladbecker Straße.
Gastro-Meile Gladbecker Straße hat Gegner und Fans
WAZ Quartier-Visite
Intensive Diskussionen am WAZ-Mobil an der Gladbecker Straße. Einige Anwohner fühlen sich durch die Kneipengäste gestört. Ein Problem sei der Lärmpegel, ein anderes die Wildpinkler. Andere Bürger genießen dagegen die neuen Ausgehmöglichkeiten in der Stadt.
Umfrage
Wie halten Sie es mit dem Einkaufen?  Ist der örtliche Handel ihre Zieladresse, sind es die Zentren in Randlage oder kaufen Sie im Internet?

Wie halten Sie es mit dem Einkaufen?  Ist der örtliche Handel ihre Zieladresse, sind es die Zentren in Randlage oder kaufen Sie im Internet?

 
Fotos und Videos
27. Motorradrallye
Bildgalerie
Kirchhellen
Feuerwehr-Bottrop
Bildgalerie
Grossübung
Brezelumzug 2014
Bildgalerie
Volksfest
Josef-Terwellen-Platz
Bildgalerie
Brezelfest