Mehr Beratungsbedarf

Vor allem mit der Adolf-Kolping-Förderschule arbeitet das Berufskolleg schon lange zusammen. Es gibt Besichtigungstermine für die Schüler und extra Anmeldetage, „damit sie nicht gleich untergehen“, so Elke Güdel. Viele ehemalige Förderschüler wollen ans Berufskolleg, um doch noch den Hauptschulabschluss zu machen. Hier haben sie dann keine Sonderstellung mehr, sondern sind Teil des Klassenverbandes. Viele von ihnen seien froh über die Herausforderung, berichten Elke Güdel und Kirsten Goder. Allerdings müsse mangels anderer Möglichkeiten auch die individuelle Förderung der Schüler innerhalb des Klassenverbandes stattfinden.

Auffällig sei, meinen die beiden altgedienten Lehrerinnen, dass die Schüler immer mehr Beratungsbedarf hätten. Den Grund dafür sehen sie in der familiären Situation der Schüler, wo niemand mehr den Part übernehme, die Schüler beispielsweise bei Berufswahl und Bewerbungen an die Hand zu nehmen. Wie überhaupt der Schule heute zunehmend auch Erziehungsaufgaben zufielen, wie die Vermittlung sozialer Tugenden wie Höflichkeit, Pünktlichkeit und Freundlichkeit gegenüber anderen.

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