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,Medizinische Versorgung der Flüchtlinge klappt reibungslos’

16.02.2016 | 19:35 Uhr
,Medizinische Versorgung der Flüchtlinge klappt reibungslos’
In der Albrecht-Dürer-Schule bereiteten Martina Koch, Silke Brinks, Beate Senkel und Stefanie Laupenmühlen vom Gesundheitsamt im Juli alles für die ärztliche Versorgung der Flüchtlinge in der Landesunterkunft vor.Foto: Winfried Labus

Bottrop.   Dr. Marga vom Gesundheitsamt zieht im Sozialausschuss Bilanz über die Arbeit der letzten Monate und dankt für die reibungslose Zusammenarbeit aller.

„Ich muss sagen: Wir haben das gut hingekriegt“, zieht Dr. Christian Marga, Leiter des Bottroper Gesundheitsamtes, Bilanz: Seit rund acht Monaten ist das Gesundheitsamt für die Erstuntersuchung aller Flüchtlinge zuständig, die in den beiden Landesunterkünften in der Albrecht-Dürer-Schule und der ehemaligen Tennishalle untergebracht werden. Am Dienstag berichtete er dem dem Sozialausschuss darüber.

Dabei war der Start im letzten Juli eher chaotisch. Innerhalb weniger Tage musste die Stadt die Dürer-Schule als Notunterkunft herrichten und das Gesundheitsamt sich auf die Untersuchung vieler Menschen einstellen. „In unserem Warteraum für zehn Personen hatten wir teilweise 70 sitzen“, erinnert sich Dr. Marga. Nach der Erstuntersuchung in der Unterkunft waren insbesondere die Tuberkulose-Diagnostik durch Röntgen oder Blutuntersuchung bei Kindern und Schwangeren notwendig sowie die Prüfung des Impfstatus und mögliche Nachimpfungen.

Nahezu 100 Prozent aller Flüchtlinge aus der Landesunterkunft würde inzwischen auf Tuberkulose untersucht und annähernd genauso viele geimpft, so seine positive Bilanz. Das sei bei Flüchtlingen, die der Stadt aus anderen Landesteilen zugewiesen werden, oft anders. Grundsätzlich hält er fest: „Wir hatten in der ganzen Zeit nur drei Fälle von Tuberkulose.“ Die betroffenen Flüchtlinge seien zur Behandlung ins Marien-Hospital gekommen.

Zwar sei Tuberkulose ansteckend, so Dr. Marga, gefährdet seien aber vor allem Menschen, die unter einer Abwehrschwäche leiden. Und das seien oft die Flüchtlinge selber. So betont er auch, dass von den Asylsuchende – anders als oft befürchtet – keine relevante Infektionsgefährdung ausgehe. Das zuständige Robert-Koch-Institut habe im Gegenteil ausdrücklich festgestellt, dass Asylsuchende Gefahr laufen, sich anzustecken, weil ihre Abwehr in der Regel geschwächt sei. In den Unterkünften hält inzwischen ein Team von rund zwölf Ärzten aus Bottrop und Umgebung regelmäßig Sprechstunden ab. Die Kosten für die Behandlung dieser Flüchtlinge trägt im übrigen das Land.

Ausdrücklich dankte Dr. Marga seinen Kollegen, allen beteiligten Ärzten und den beiden Bottroper Krankenhäusern für die gute Zusammenarbeit der letzten Monate, ohne die die medizinische Versorgung der Flüchtlinge nicht so gut geklappt hätte: „Bottrop hat einen hoher Standard vorgelegt.“

Ute Hildebrand-Schute

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