Markus Kiefer spielt Villon im Passmanns

Am Sonntag, 22. Februar, um 20 Uhr tritt in der Kulturkneipe „Passmanns“ der Schauspieler Markus Kiefer mit dem Stück „Villon und Margot “ von Francois Villon auf.

Über ein halbes Jahrtausend ist er nun tot: der Gauner, Stadtstreicher, Magister der Philosophie, Dichter Francois Villon. Ein Weg von der Freiheit zur Gefangenschaft, von der Liebe zum Zynismus, vom Genie zum Wahnsinn, von der Poesie zum Galgen, von Margot zur Margot.

Angst vor der Obrigkeit kannte der bedeutende französische Poet des Spätmittelalters Francois Villon nie. Im “Goldenen Helm” bei Margot, der Bordellbesitzerin, Vertrauten und Geliebten findet Villon immer wieder Zuflucht. Dem Tod von der Schippe gesprungen, beginnt Villon seine Lebensbeichte. Die lebendig inszenierten Gedichte und Balladen machen es den Zuschauern leicht, einzutauchen in das abenteuerliche Leben von Villon und Margot.

Im Jahre 1431 kam Francois Montcobier, der später Villon heißt, in Paris zur Welt. Hineingeboren in eine Epoche, in der ein Menschenleben nur wenig wert war und das alltägliche Sterben zum Schauspiel erhoben wurde, schickte der Ziehvater, der Geistliche Guillaume de Villon den 12-jährigen auf die Universität. 1452 wurde Francois Villon Magister der Philosophie. Angst vor der Obrigkeit hatte der bedeutende französische Poet des Spätmittelalters bekanntlich nicht. Derber Zynismus, aber auch tiefe Empfindung und erschütternde Aufrichtigkeit zeichnen seine Dichtung aus. Unverblümt und ohne Umschweife klagt der Dichter die Verlogenheit und Brutalität der Mächtigen an, die er an eigenem Leib erfahren muss.