Marius Hötten-Löns studiert in Bottrop ein junges Fach

Marius Hötten-Löns studiert an der Hochschule Ruhr West in Bottrop.
Marius Hötten-Löns studiert an der Hochschule Ruhr West in Bottrop.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
„Mensch - Technik - Interaktion“ heißt ein Studiengang. Warum ein 22-jähriger Student genau das wählte, verraten wir in unserer neuen Serie.

Bottrop..  Mensch – Technik – Interaktion heißt ein Studiengang an der Hochschule Ruhr West. Was man da lernt und erforscht? Lassen wir uns das doch von Marius Hötten-Löns erklären, schließlich studiert er dieses junge Fach nun bereits im sechsten Semester: „Die Kurzfassung ist: Es geht darum, benutzerorientierte Software zu programmieren.“

Auf dass die Nutzer durch die Computer-Programme geführt und unterstützt werden, um das jeweils gewünschte Ziel zu erreichen. Und schön aussehen, sagt der 22-Jährige, soll das natürlich auch. Neben der Informatik und Programmierung spielen etwa auch Psychologie sowie Design und Computergrafik eine Rolle im Studium.

„Gerade in der Industrie ist das sehr gefragt“, weiß der Student. Durch eine Software, mit der die Benutzer gut zurecht kommen und gerne arbeiten, könne die Effizienz erhöht werden. „Hier an der Hochschule ist die Verbindung mit der Automobilindustrie stark“, erzählt Marius Hötten-Löns und nennt als Beispiel die Programmierung von entsprechenden Touch-Flächen, also Bedienfeldern im Cockpit-Bereich.

Viel Anwendung finde das Themengebiet darüber hinaus bei Apps fürs Handy. Dort liegt auch der größte Reiz für den kreativen Studenten: Sein Praxissemester macht er in einem Start-up-Unternehmen für mobile App-Entwicklung, das ein Kommilitone gegründet hat. Nach dem Bachelor-Abschluss will Marius Hötten-Löns dann vielleicht noch den Master in Informatik mit dem Schwerpunkt Mensch – Technik – Interaktion draufsetzen.

Dass er mit diesem Studium seinen beruflichen Weg machen wird, daran hat der junge Mann keinen Zweifel. Bio oder Informatik hatte der Dorstener nach dem Abi studieren wollen.

Vorteilhafte Nähe

Ein Bekannter nahm ihn mit zu einer Info-Veranstaltung an der HRW. Volltreffer: „Da habe ich mich direkt eingeschrieben.“ Nicht unpraktisch für ihn: Durch die Nähe zur Hochschule konnte er zunächst zu Hause wohnen bleiben.

An einer kleinen, jungen Fachhochschule zu studieren, das sieht Marius Hötten-Löns eindeutig als Vorteil. Erst 2009 wurde die HRW gegründet, 2014 erfolgte in Bottrop der Umzug von der Übergangsunterkunft an der Tannenstraße in den Neubau in Stadtmitte. „Die Professoren haben immer zu uns gesagt: Wir bauen das mit euch auf“, erzählt der 22-Jährige. Das Feedback der Studierenden sei stets gefragt und fließe in die Gestaltung des Studiengangs ein.

Von einer Vorlesung mit gerade mal einer Handvoll Leute erzählt Marius Hötten-Löns. Da ist jeder Einzelne gefordert – und motiviert, sich einzubringen. „In einem großen Hörsaal mit 200 Leuten, wo die Studierenden schon auf den Treppen sitzen, kann man eher abschalten – und macht das dann vielleicht auch“, meint er.

Gleichzeitig lernt der Student „seine“ Fachhochschule noch von einer ganz anderen Seite kennen. Er arbeitet als studentische Hilfskraft in der PR- und Marketingabteilung und ist dort hauptsächlich für die Pflege der HRW-Website verantwortlich. Das bringt Geld – und viele persönliche Kontakte innerhalb der Hochschul-Welt. Und wie steht’s mit dem Studentenleben in Bottrop? Nun – „es gibt eins, aber es ist noch nicht so stark ausgeprägt, weil die Hochschule noch nicht lange genug am Standort ist“.