Malteser stellen auf ,Silviahemmet’ um

In der schwedischen Hauptstadt Stockholm haben die beiden Mitarbeiterinnen des Bottroper Malteser Tagestreffs, Petra Menke und Luitgard Spitz-Schilgen, erfolgreich ihre Ausbildung in der Arbeitsweise und Philosophie „Silviahemmet“ abgeschlossen.

Zusammen mit weiteren elf Maltesern aus ganz Deutschland waren sie nach Stockholm gereist, um dort die Prüfung zur Silviahemmet-Trainerin abzulegen. Die Stiftung Silviahemmet (zu deutsch: Silvia-Heim), eine Einrichtung der schwedischen Königin Silvia, gilt als international führend auf dem Gebiet der Hilfe für demenziell erkrankte Menschen.

Die Eckpfeiler des ganzheitlichen Silviahemmet-Konzepts im Umgang mit demenziell Erkrankten sind Symptomkontrolle, Teamwork, Unterstützung der Familien und Angehörigen sowie Kommunikation und Beziehungsarbeit.

Petra Menke: „Wir können noch viel von Silviahemmet lernen. Das Know-how nach Deutschland zu holen, um den Kranken und ihren Angehörigen besser zu helfen, ist uns Maltesern wichtig.“

Die Malteser werden in den kommenden Jahren alle ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter, die mit demenziell erkrankten Menschen in Kontakt kommen, nach diesem Konzept schulen.

Die Stiftung Silviahemmet wurde 1996 durch die schwedische Königin ins Leben gerufen, um die Versorgung und Begleitung Demenzkranker zu optimieren, das behandelnde und pflegende Personal auszubilden sowie die klinische Forschung im Bereich Demenz zu fördern. Ein besonderes Anliegen der Stiftung ist es zudem, der Öffentlichkeit einen positiven Zugang zur Thematik Demenz zu ermöglich sowie den Angehörigen den Umgang mit den Erkrankten zu erleichtern.

Welche Bedeutung Königin Silvia den nach ihr benannten Verfahren in den Einrichtungen beimisst, machte sie mit ihrem Besuch zur Eröffnung des Bottroper Malteser Tagestreffs deutlich. Am 16. März 2012 hatte sie gegenüber der WAZ gesagt: „Viele wissen ja, dass ich eigene Erfahrung sammeln musste“, und erinnerte an ihre Mutter.