Maler trägt Schichten aus Acryl wie Ölfarben auf

Foto: Anne Gelsin
Was wir bereits wissen
Adrian Eiserlo beendet seine Ausstellung im Bottroper Jungen Museum. Der Mainzer gewinnt mit Acrylglas, Fotografien und Grafiken räumliche Tiefe.

Bottrop..  Seine Kunst lädt den Betrachter zum Suchen und Entdecken ein. Die Begegnung mit dem Künstler Adrian Eiserlo bietet Einblicke in räumliche Tiefen seiner Bilder. Eiserlos Arbeiten schaffen neue, nicht vorhergesehene Räume. Seit Donnerstag ist seine Ausstellung im Jungen Museum auf dem Kulturhof an der Böckenhoffstraße beendet. Bei einem „Meet the artist“ nahm der 1983 in Mainz geborene Künstler Abschied.

„Ich versuche einen Raum aufzubauen, den ich selber nicht verstehe und in dem ich selber suchen muss, während ich daran arbeite. So kann ich Bildräume erschaffen, die ich so selber im Kopf noch gar nicht gesehen habe, die auch so noch gar nicht existiert haben“, erklärt Adrian Eiserlo. Seine Vorgehensweise erklärte der Künstler an einem Bild, in dessen Zentrum der Urberg steht. Dieser Hügel, der aus dem Wasser emporsteigt, bildet in der ägyptischen Mythologie den Anfang der Erde und der Schöpfung. Eiserlos Urberg-Bild wiederum besteht aus drei Schichten von Plexigläsern. Jede dieser Schichten ist eine malerische Reaktion auf die Schicht zuvor. Eine Interpretation der Technik in der Ölmalerei: nur dass der Mainzer anstelle der Farbschichten seine Schichten durchsichtiger Plexigläser oder auch Fotografien und Grafiken aufträgt.

Überhaupt üben Berge eine Faszination auf den Künstler aus. Dies gehe auf seine Kindheit zurück, in der er sich sehr für Archäologie begeistert habe, erzählt Eiserlo. Auch seine kleinen Intermediate drücken dies aus. Sie lagen in der Ausstellung im Jungen Museum wie eine archäologische Sammlung aus.