Magenkrebs ist vermeidbar
14.09.2009 | 19:16 Uhr 2009-09-14T19:16:00+0200Bottrop. Speiseröhren- und Magenkarzinom stehen im Mittelpunkt des WAZ-Medizinforums am 24. September im Marienhospital.
„Man muss nicht immer operieren”, stellt Privatdozent Dr. Klaus Mönkemüller fest. Zur Behandlung des Magenkrebses stehen der Medizin heute auch schonendere Methoden zu Gebote, erklärt der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie im Marienhospital. Unter welchen therapeutischen Möglichkeiten der Arzt auswählt, wie wichtig Früherkennung ist, wie die Entstehung von Magenkrebs verhindert werden kann: Antwort auf diese und weitere Fragen geben der Klinikchef und seine Kollegen am Donnerstag, 24. September, beim WAZ-Medizinforum im Mediparc neben dem Marienhospital (Josef-Albers-Straße 70). Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr, die Teilnahme ist kostenlos. Marienhospital und WAZ bitten um verbindliche Anmeldung unter 0201 / 404072.
Bei Darmkrebs werden in Deutschland jährlich 20000 Neuerkrankungen registriert. Die Zahlen könnten geringer sein, erklärt Dr. Mönkemüller. Er stellt sein Referat unter den Titel „Magenkrebs - eine vermeidbare Krankheit” und zeigt den Zusammenhang auf zwischen der Erkrankung und dem Bakterium Helicobacter Pylori. Denn jeder Magenkrebs-Patient trägt das Bakterium im Körper; wenn es mit Hilfe von Antibiotika ausgeschaltet wurde, „dann ist das Risiko einer Erkrankung deutlich geringer”, erklärt er.
Als zweiter Referent spricht Dennis Poppen, Leitender Assistenzarzt der Klinik für Innere Medizin, über „Speiserörenkrebs - Risikofaktoren, klinische Befunde und Therapiemöglichkeiten.” Dabei kommen die unterschiedlichen Arten dieses Karzinoms, aber auch die Gewohnheiten zur Sprache, die eine Karzinombildung begünstigen: Rauchen und das Trinken hochprozentiger Alkoholika.
Zum Abschluss schildert Aytekin Sancar, Leitender Oberarzt der Klinik für Innere Medizin, „Moderne Therapiemöglichkeiten für Frühkarzinome des Magens und der Speiseröhre.” Dabei liegt der Schwerpunkt auf endoskopischen Eingriffen, mit denen ein Tumor zur Gänze entfernt werden kann.
Nach jedem Vortrag können die Besucher den Experten ihre Fragen stellen. Die Moderation hat WAZ-Redakteurin Marie-Luise Schmand.
0mitdiskutieren