Linkspartei in Bottrop will Sparkassen-Kalender nicht haben

Was wir bereits wissen
Das Kreditinstitut verschickte in Leder gebundene Exemplare mit Namensprägung in Gold an Mitglieder des Stadtrates. Zum Missfallen der Linkspartei.

Bottrop.. Die Linkspartei ruft die Sparkasse zum Sparen auf, weil das Kreditinstitut zum Jahresende Taschenkalender an Politiker verschenkt hatte. So „wurden durch die Sparkasse an kommunale Funktionsträger ungefragt in Leder gebundene und mit persönliche Namensprägung in Gold versehene Taschenkalender für 2015 verschickt“, merkt Linken-Ratsherr Niels Holger Schmidt an.

Der Ratsherr stuft den Kalenderversand angesichts der aktuellen Bemühungen um eine Digitalisierung der Sitzungsunterlagen für städtische Gremien als anachronistisch ein. Die Linkspartei schlägt daher vor, auf die Beschaffung und den Versand dieser Taschenkalender künftig zu verzichten. „Die Mittel dafür sind sicher sinnvoller zu verwenden, etwa im sozialen Bereich. Da macht auch Kleinvieh der Sparkasse Mist“, meinte Schmidt.

Der Ratsherr hebt auch darauf ab, dass Oberbürgermeister Bernd Tischler öffentlichkeitswirksam verkündet hatte, wegen der schwierigen Haushaltssituation der Stadt auch in diesem Jahr keine Grußkarten zu Weihnachten beziehungsweise zur Jahreswende zu versenden. Wie berichtet, verzichtet Tischler darauf nicht zum ersten Mal.

Die Linkspartei fragt den Oberbürgermeister nun in diesem Zusammenhang nach den Kosten inklusive Porto und anteiliger Arbeitskosten für die exklusiven Taschenkalender einerseits und die Gesamtkosten für die Weihnachtskarten-Aktion andererseits.

Fragen an den Oberbürgermeister

In seiner offiziellen Anfrage an den Oberbürgermeister will der Linken-Ratsherr auch wissen, wie viele dieser Taschenkalender insgesamt beschafft worden sind. Schmidt fragt außerdem danach, an welche kommunalen Funktionsträger diese Kalender verschickt wurden?