Linken-Vertreter fürchtet neue Freibad-Debatte 

Stenkhoffbad, Freibad an der Autobahn, A2, Eigen, Bottrop, Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Stenkhoffbad, Freibad an der Autobahn, A2, Eigen, Bottrop, Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Bezirksvertreter Dieter Polz warnt davor, die Schließungspläne wieder aufleben zu lassen. Ab Juni 2015 ist das Ergebnis des Bürgerentscheids nicht mehr bindend.

Die Bottroper Linke reagiert auf den WAZ-Bericht wonach das Stenkhoffbad die Sparvorgabe nicht schafft. Der Artikel weckt bei Dieter Polz, Linken-Bezirksvertreter im Stadtbezirk Mitte, „ärgste Befürchtungen“: „Ab Juni 2015 könnte die Ratsmehrheit den Bürgerentscheid zum Erhalt des Stenkhoffbads kippen: Dann läuft der in der Gemeindeordnung festgeschriebene zweijährige Bestandsschutz aus.“

Warnung an SPD und CDU

Für Polz liest es sich wie ein „Auftakt zur Schließung“. Er fordere daher SPD und CDU mit aller Deutlichkeit auf: „Hände weg von unserem Freibad!“ Polz hat sich früh in der Bürgerinitiative für den Erhalt des Freibads eingesetzt und ist auch im neu gegründeten Förderverein aktiv.

Einige der in dem Bericht genannten „Maßnahmen zum wirtschaftlichen Betrieb des Bades“ empfindet er als „irritierend“. So heißt es unter anderem: „Mitglieder des Fördervereins sollten zur Reduzierung der Personalkosten einspringen“ oder „der Förderverein sollte Reparatur- und Reinigungsarbeiten leisten“. Genau das sei aber niemals Ziel des Fördervereins gewesen, so Polz: „Der Verein hat nie zugesagt, durch ehrenamtliche Arbeit reguläre Arbeitsplätze zu vernichten – das wäre völlig gegen unsere Zielsetzungen.“

Zuschuss bisher halbiert

Abschließend verweist der Bezirksvertreter darauf, dass es immerhin gelungen sei, den Betriebskostenzuschuss auf rund 100 000 Euro fast zu halbieren: Für 2013 sei schließlich noch mit 190 000 Euro kalkuliert worden.

„Wer bei einem so verregneten Sommer wie 2014 ein noch niedrigeres Defizit fordert, der zeigt, dass er an einem langfristigen Erhalt des Freibades nicht ernsthaft interessiert sein kann.“