Linke fordert Aus für Devisen-Deals

Nach der Freigabe des Wechselkurses zwischen Schweizer Franken und Euro, der in der städtischen Bilanz nach Angaben von Kämmerer Willi Loeven ein Loch von 5,5 Millionen Euro gerissen hat, fordert die Linke den sofortigen Ausstieg aus Kreditgeschäften mit Fremdwährung: Die „Zocker-Geschäfte mit Devisen“ müssten endlich beendet werden, fordert Linken-Ratsherr Niels Holger Schmidt.

Nach seiner Einschätzung hätte der Stadtkämmerer von dieser Entwicklung nicht überrascht sein dürfen. Schon 2011 und 2012 sei im Rat vor den „Risiken der Devisen-Zockerei mit ausländischen Kassenkrediten gewarnt worden“. „Das Problem wird weiter systematisch von der Stadtspitze verharmlost. Anders kann ich Loevens Einlassung, man könne dran bleiben und auf einen günstigeren Kurs hoffen, nicht deuten. Das ist die Einschätzung eines Finanz-Hasardeurs.“ Kernproblem der Stadt bleibe allerdings die permanente Unterfinanzierung der Kommunen, „die erst solche Währungszockereien in vielen Rathäusern mehrheitsfähig gemacht hat“. Die Ausstattung der Kommunen müsse verbessert werden.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE