Leser in Bottrop diskutieren im Internet über Bau der A 52

Die Bundesstraße von oben gesehen. Vorne im Bild ist die Kreuzung mit der Horster Straße, von da aus geht es weiter nach Gladbeck.
Die Bundesstraße von oben gesehen. Vorne im Bild ist die Kreuzung mit der Horster Straße, von da aus geht es weiter nach Gladbeck.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Die Berichterstattung zum Ausbau der Bundesstraße hat zahlreiche Reaktionen ausgelöst. Hier ein Ausschnitt der Debatte von unserer Internetseite.

Bottrop.. Die Berichterstattung zur geplanten A 52 hat auf der WAZ-Internetseite heftige Diskussionen ausgelöst. Wie berichtet hatten die Ausbaugegner mit dem ehemaligen NRW-Verkehrsminister Christoph Zöpel einen prominenten Unterstützer zu Gast. Aber auch die Berichterstattung über den Sachstand des Planfeststellungsverfahrens für das Bottroper Teilstück hat Reaktionen zur Folge.

Nachfolgend bilden wir die Diskussion zwischen Gegnern und Befürwortern aus dem Internet ab. Auffällig: Nach dem Besuch Zöpels meldeten sich vor allem die Befürworter eines Ausbaus der Bundesstraße zur Autobahn zu Wort.

So gibt ein Leser unter dem Pseudonym „staedter“ zu Bedenken, dass Zöpel 1990 aus dem Amt schied. „In den über 24 Jahren hat sich sicherlich einiges im Land verändert.“ Sein Tipp: „Vielleicht sollte sich Herr Dr. Zöpel mal morgens oder abends in den Stau auf der B 224 stellen oder sich den Verkehr zu diesen Zeiten in den Wohngebieten anschauen.“ Für den Leser ist klar, dass die A 52 kommen muss. Sie sei ein wichtiger Baustein für den Strukturwandel des Reviers und damit auch für Bottrop.

Steigendes Verkehrsaufkommen

Unter „AMersch“ geht ein Schreiber auf Zöpels Vorschlag ein, den öffentichen Nahverkehr und die Radwegeverbindungen auszubauen. Solche Maßnahmen, so glaubt der Leser, würden das Verkehrsaufkommen auf der Bundesstraße nicht ausreichend senken.

„Nach Essen pendeln täglich viele Menschen, auch aus Haltern, Marl und Gelsenkirchen, die ebenfalls die B 224 nutzen und für die die genannten Alternativen erheblich mehr Zeitaufwand bedeuten würden oder aufgrund der Entfernung gar keine Alternativen darstellen.“ Zudem rechnet der Leser mit einem steigenden Verkehrsaufkommen. „Um die Situation für Mensch und Umwelt erträglicher zu gestalten und langfristig zu verbessern, ist der Ausbau der B 224 zur A 52 dringend notwendig. Denn permanent wird der Verkehrsfluss durch Ampeln unterbrochen, was gerade im Berufsverkehr zu langen Staus führt.“ Er appelliert an die Bottroper, den Ausbau „nicht aus Prinzip“ zu blockieren.

An fehlenden Lärmschutz entlang der Bundesstraße erinnert ein Leser unter dem Pseudonym „dat_Fretchen“. „Fakt ist, da es eine Bundesstraße ist, kann nicht so viel für den Lärmschutz gemacht werden, als wenn es eine Autobahn wäre.“ Er sieht den Bau als notwendig an, sorgt sich aber um die Situation in Gladbeck.

Als „der_Stadtneurotiker“ kritisiert jemand das Vorgehen der Planer. „Es entsteht der Eindruck, dass die Landesbehörde den Bau der A 52 bezüglich der Planfeststellungsverfahren in viele kleine Abschnitte unterteilt hat, um die Widerstände möglichst gering zu halten und so mit einer schrittweisen Umsetzung mehr (Planungs-) Druck aufzubauen.