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Metropolrad Ruhr

Leihräder sollen in Bottrop an sieben Stationen bleiben

10.02.2016 | 09:07 Uhr
Leihräder sollen in Bottrop an sieben Stationen bleiben
Eine von sieben Stationen auf der städtischen Wunschliste: die Metropol - Radstation an der Osterfelder Straße.Foto: Winfried Labus / FUNKE Foto Services

Bottrop.   Donnerstag beraten Städte, Regionalverband und Verkehrsverbund über Zukunft des Verleihsystems „Metropolrad“. Bottrop will Verluste ausgleichen.

Am Donnerstag fällt eine wichtige Vorentscheidung darüber, ob das Mietradsystem „Metropolrad Ruhr“ in Bottrop bleibt - und zu welchem Preis.

Bei einer Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der zehn Metropolrad-Städte beim Regionalverband Ruhr sollen die Dezernenten „Unterstützungsmaßnahmen“ benennen, um das System auch nach Auslaufen des Vertrages am 31. März zu finanzieren. Die Bottroper Verwaltung hat sich schon festgelegt: Sie will ein Basis-Angebot an sechs oder sieben Stationen in der Innenstadt erhalten und ist bereit, dafür auch einen Verlustausgleich zu zahlen (die WAZ berichtete).

Siebte Station an der Hochschule

„Wir wollen festhalten an einem Basis-System mit zwölf Rädern an sechs Stationen“, sagte Stadt-Sprecher Thorsten Albrecht. Dafür sei die Stadt auch bereit, ein entstehendes Defizit auszugleichen. Für den Betrieb in Bottrop im vergangenen Jahr hatte der Leipziger Betreiber „Nextbike“ den Zuschussbedarf auf 15 000 Euro beziffert. Er könnte noch etwas höher werden angesichts des Wunsches der Stadt, eine siebte Leihrad-Station an der Hochschule Ruhr-West einzurichten.

Mit einer millionenschweren Anschubfinanzierung des Bundes hat das Leipziger Unternehmen „Nextbike“ seit 2010 in zehn Ruhrgebietsstädten ein automatisiertes Verleihrad-System aufgebaut. Die Räder können an den Leihstationen per Telefon oder über das Internet ausgeliehen werden, in dem „Nextbike“ den Schloss-Code nach Buchung per SMS versendet.

Leihstation in Kirchhellen wurde schon im Winter abgebaut

Nach dem Auslaufen der Bundesförderung hatte das Unternehmen angekündigt, das Verleih-System rechne sich nur in den großen Städten Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund. Dort solle es weiter ausgebaut werden, in Bottrop sei das System nicht kostendeckend anzubieten. Alle Leihstationen in Kirchhellen hat das Unternehmen bereits im vergangenen Winter abgebaut. Seitdem laufen die Verhandlungen zwischen dem Regionalverband und dem Verkehrsverbund sowie den Städten auf der einen Seite, dem Leihradbetreiber sowie der Mülheimer „paritätischen Initiative für Arbeit“ (Pia), die auch die Radstation am Hauptbahnhof betreibt.

Jährliches Defizit

Inzwischen zeichnet sich auch der Kostenrahmen für die weitere Vorhalten des Angebotes ab. Berechnungen des Regionalverbandes haben ergeben, „dass das System eine jährliche Unterdeckung von rund 300 000 Euro aufweist und zu seiner Existenzsicherung der Unterstützung durch die beteiligten Partner bedarf“. Klartext: Regionalverband, Verkehrsverbund und die zehn Städte müssten für das jährliche Defizit aufkommen.

In der Verbandsversammlung des Regionalverbandes gab es dazu den einstimmigen Beschluss: Jawohl, auf dieser Basis wollen wir eine Lösung entwickeln.

Diese Lösung soll am morgen vorgestellt werden. Bottrop will das System mitfinanzieren - unter der Bedingung, dass alle Partner im Boot bleiben: „Eine Insellösung macht keinen Sinn.“

Kai Süselbeck

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Leihräder sollen in Bottrop an sieben Stationen bleiben
Leihräder sollen in Bottrop an sieben Stationen bleiben
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http://www.derwesten.de/staedte/bottrop/leihraeder-sollen-in-bottrop-an-sieben-stationen-bleiben-id11550706.html
2016-02-10 09:07
Bottrop