Lehrer vom Berufskolleg Bottrop schauen in Peking in Woks

Der kulinarische Austausch hat beiden Seiten sichtlich Spaß gemacht.
Der kulinarische Austausch hat beiden Seiten sichtlich Spaß gemacht.
Foto: Berufskolleg
Was wir bereits wissen
Küchenmeister der Schule bilden sich in der chinesischen Hauptstadt weiter. Schülern aus Peking zeigen sie, wie Schnitzel mit Kartoffelsalat geht.

Bottrop..  Das Berufskolleg pflegt eine Schulpartnerschaft mit der Fengtai Vocational Education Center School in Peking. Jetzt besuchten die Lehrer und Küchenmeister des Kollegs, Karsten Knühmann und Jochen Riedel, die chinesische Hauptstadt. Sie schauten den Kollegen in die Woks, ließen sich von Schnitttechniken mit dem Beilmesser beeindrucken und demonstrierten im Gegenzug, wie man ein Schnitzel mit Kartoffelsalat zubereitet.

Die wichtigste Erkenntnis der Kochexperten in der Millionen-Metropole: „Was in hiesigen China-Restaurants auf den Tisch kommt, hat mit der Küche Pekings nur wenig zu tun.“ Davon konnten sich die beiden Lehrer für Fachpraxis Hauswirtschaft auf ihrer zwölftägigen Fortbildungsreise in Hot-Pot-Restaurants, im Roast-Duck-Museum, auf dem kulinarischen Nachtmarkt, vor allem aber beim gemeinsamen Kochen mit den Kollegen und Schülern der Partnerschule überzeugen.

In täglichen Workshops begegneten Knühmann und Riedel vielen Feinheiten der asiatischen Kochkunst – Teigbereitung, Schnitttechniken (Gemüse schnitzen), kalte Vorspeisen (Geflügelnudeln), Kochen mit dem Wok (frittierte Bohnen mit Chili, mariniertes Huhn, flambierter schwarzer Reis), Zubereitung von Jiozi, einem chinesischen Teiggericht, das der Maultasche ähnelt.

„Besonders viel Spaß gemacht hat auch das von uns geleitete Seminar zum Thema deutsche Küche. Die Schüler waren hochmotiviert und haben die Schnitzel-Kartoffelsalat-Schulung hervorragend umgesetzt, obwohl nur einzelne von ihnen ein paar Brocken Englisch konnten und wir uns überwiegend über Demonstration und mit Händen und Füßen verständigt haben“, sagt Jochen Riedel.

Eindruck von der Kultur

Neben dem beruflichen Austausch nutzte das Küchenduo natürlich den Trip ins ferne Asien, um bekannte Touristenattraktionen zu besichtigen oder sich im Pekinger Tag- und Nachtleben ein eigenes Bild von der Kultur Chinas zu machen. So empfanden sie ihre Besuche des Himmelstempels, der Chinesischen Mauer, des Konfuziustempels, der verbotenen Stadt und der 13 Gräber der Ming-Dynastie ebenso beeindruckend wie das Einkaufs- und Kneipenviertel Sanlitun, in dem sich überwiegend Jugendliche aufhalten und ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen – dem Karaoke-Singen.

„Die Menschen in Peking wirken zunächst etwas schüchtern, sind aber sehr freundlich und hilfsbereit, wenn man sie anspricht“, so der Eindruck von Karsten Knühmann, der genau wie Jochen Riedel trotz der jeweils 15-stündigen Flugreisestrapazen die Fortbildung „Asiatische Küche“ als eine „wunderbare Erfahrung“ bewertete.